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The Upside of Unrequited

Autor: Becky Albertalli
Verlag: Penguin
Seiten: 336
Erscheinungsdatum: 11. April 2017
weitere Bücher des Autors: 
Simon vs. the Homo Sapiens Agenda, The Upside of UnrequitedLeah on the Offbeat, What If It's Us











Klappentext


Molly Peskin-Suso knows all about unrequited love. No matter how many times her twin sister, Cassie, tells her so woman up, Molly is always careful. Better to be careful than be hurt.
But when Cassie gets a new girlfriend who comes with a cute hipster-boy sidecick, everything changes. Will is funny, flirtatious and basically the perfect first boyfriend.
There's only one problem: Molly's co-worker, Reid, the awkward Tolkien superfan she could never fall for...right?

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Erst einmal muss ich sagen, dass ich eigentlich gerne die Ausgabe von Balzer + Bray gehabt hätte, dem Verlag, in dem auch meine beiden anderen Albertalli-Bücher erschienen sind. Nur leider gibt es das Taschenbuch lediglich von Penguin, also ja... Nicht dass ich was gegen diesen Verlag hätte, nur weiß ich von "Simon vs. the Homo Sapiens Agenda" und "Leah on the Offbeat", dass sie eine total schöne Haptik haben.
Ansonsten sieht das Buch nämlich schon sehr schön aus. Einfach, aber schön, mit dem blauen Hintergrund und der weißen, roten und schwarzen Schrift in dem schwarzen und weißen Pfeil. Und dieser Emoji. Ehrlich, der ist so super^^

Zum Buch
Seit "Simon vs. the Homo Sapiens Agenda" bin ich ja ein ziemlicher Fan von Becky Albertalli. Sie schreibt nicht nur so fluffig, dass man ihre Bücher ruck zuck durchgelesen hat, sie spricht noch dazu Themen an, die sonst eher ausgeschwiegen werden, macht sie zu etwas Normalem, nimmt auch mal Außenseiter in ihren Fokus.
So auch in "The Upside of Unrequited". Die Geschichte dreht sich um Molly, ein Mädchen, die physisch nicht ganz den Idealmaßen entspricht und vor allem in Gegenwart von Jungs sehr unsicher ist. Sie war schon 26 Male verliebt und hat keiner dieser Schwärmereien überhaupt je die Chance gegeben, sich zu mehr zu entwickeln – einfach weil sie sich nie getraut hat, den Jungen anzusprechen, aus Angst, abgewiesen zu werden. Dadurch unterscheidet sie sich extrem von ihrer selbstbewussten Zwillingsschwester Cassie, die mit der coolen Mina zusammenkommt und Molly zu ihrem ersten Freund verhelfen möchte, nämlich Minas bestem Freund Will. Der nicht nur ein Hipster ist, sondern noch dazu ein süßer Hipster. Gleichzeitig lernt Molly jedoch durch ihre neue Arbeit Reid kennen, einen ziemlichen Nerd, wenn es um High Fantasy geht. Es stellt sic also die Frage, wer Mollys Schwarm Nummer 27 wird.
Gut, man muss schon sagen, die Geschichte ist ziemlich vorhersehbar, zumindest was das Ende betrifft. Ganz ehrlich, ich konnte mir schon durch das Lesen des Klappentextes denken, mit wem Molly letztendlich zusammenkommen wird. Aber schön und vor allem zuckersüß fand ich das Buch trotzdem. Und vor allem war es erfrischend, so schön unkonventionelle Charaktere zu haben, die im Buch so völlig normal dargestellt werden. Mollys Zwillingsschwester Cassie, die lesbisch ist. Ihre beide Mütter Nadine und Patty. Und Molly selbst, die nicht schlank ist und immer wieder mit ihrem Aussehen hadert. Das ist mal etwas anderes als die ganzen Pseudo-Mauerblümchen-Protagonistinnen, die eigentlich doch alle wunderschön sind, mit ihren Vater-Mutter-großer-Bruder-Bilderbuchfamilien samt Haustier. Und obwohl die Familie und ihre Eigenarten schon noch ein Thema sind, wird sie als ganz normal dargestellt.
Außerdem mochte ich, wie man auch noch Einblicke in die anderen Bücher der Autorin erhält. Ja, das hier ist eine ganz eigene Geschichte, die man völlig unabhängig von den beiden anderen Büchern lesen kann. Aber dadurch, dass Abby Mollys und Cassies Cousine und außerdem Freundin ist, bekommt man teilweise mit, was in ihrem Leben so passiert. Und das beinhaltet eben auch bekannte Figuren aus "Simon vs. the Homo Sapiens Agenda", was mich einfach nur gefreut hat 😄
Wie ich es schon aus ihren beiden anderen Jugendromanen gewohnt war, ist auch hier Albertallis Schreibstil einfach nur angenehm. Sie schreibt modern und locker und leicht, mit einem guten Schuss Humor und wirkt dabei nicht wie eine Erwachsene, die krampfhaft versucht, Jugendsprache zu imitieren. Ihre Bücher lesen sich einfach nur schön und ich kann jedem, der einigermaßen gut Englisch kann, auch nur empfehlen, die Bücher im Original zu lesen, denn es ist wirklich einfach. Auch wenn ich jetzt keinen Vergleich zur deutschen Übersetzung habe und sagen könnte, ob die gut oder schlecht ist.
Und wenn ich jetzt von den Charakteren anfange...Wie schon gesagt hat es mich mega gefreut, auch wieder von ein paar bekannten Gesichtern zu lesen, wie Abby, Simon und Nick. Aber auch die Neuen habe ich quasi sofort ins Herz geschlossen. Sehr interessant fand ich dabei, wie differenziert die Figuren sind. Zum Beispiel Cassie. Teilweise mochte ich sie wirklich gern und konnte sie verstehen und dann wieder kam sie mir vor wie eine Bitch. Und genau das hat mir gefallen, denn jeder Mensch hat verschiedene Seiten, so wirkten die Charaktere hier gleich viel authentischer.
Besonders gefallen – und darüber bin ich echt froh – hat mir Molly. Gut, manchmal handelte sie wirklich kindisch, aber an sich konnte ich mich gut mit ihr identifizieren. Die Schwärmereien, ihre Unsicherheit, die vielen Gedanken, die sie sich macht, das kennt man doch. Ich jedenfalls fand in ihr eine wirklich vielschichtige und passende Protagonistin, die mir eben dadurch so sympathisch wurde, mit der ich deswegen so mitgefiebert habe. 

Mein Fazit


Man sieht also, ich habe wieder kaum etwas auszusetzen an diesem Jugendroman von Becky Albertalli. Dafür sind ihr Schreibstil und ihre entworfenen Charaktere zu gut und ihre Geschichte zu süß. Einzig dass die Geschichte so vorhersehbar ist, könnte ich bekritteln, aber ansonsten wirklich nichts, deswegen gibt es von mir 4,5 von 5 Sternen. Das nächste Buch der Autorin kann also kommen, ich lese nur zu gerne mehr von ihr!
Mit dem Buch habe ich außerdem eine Aufgabe der LovelyBooks Themenchallenge erledigen können, nämlich ein Buch zu lesen, in dem eine Figur meinen eigenen Vornamen trägt. Gar nicht so einfach, aber hier heißt Mollys Mutter Nadine, also check 😄

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