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Frankly in Love


Autor: David Yoon
Verlag: Putnam's Sons Books for Young Readers
Seiten: 406
Erscheinungsdatum: 10. September 2019
weitere Bücher des Autors: 
Frankly in Love




Klappentext


Two friends. One fake dating scheme. What could possibly go wrong?

Frank Li has two names. There's Frank Li, his American name. Then there's Sung-Min Li, his Korean name. No one uses his Korean name, not even his parents. Frank barely speaks any Korean. He was born and raised in Southern California.
Even so, his parents still expect him to end up with a nice Korean girl--which is a problem, since Frank is finally dating the girl of his dreams: Brit Means. Brit, who is funny and nerdy just like him. Brit, who makes him laugh like no one else. Brit . . . who is white.
As Frank falls in love for the very first time, he's forced to confront the fact that while his parents sacrificed everything to raise him in the land of opportunity, their traditional expectations don't leave a lot of room for him to be a regular American teen. Desperate to be with Brit without his parents finding out, Frank turns to family friend Joy Song, who is in a similar bind. Together, they come up with a plan to help each other and keep their parents off their backs. Frank thinks he's found the solution to all his problems, but when life throws him a curveball, he's left wondering whether he ever really knew anything about love—or himself—at all.

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Manchmal sehe ich ein Buch und weiß nicht so wirklich, was ich – rein vom Cover abhängig – davon halten soll. Finde ich das cool oder doch eher daneben? Das war auch mein erster Eindruck von "Frankly in Love". Doch dann ist mir das Buch immer und immer wieder aufgefallen, bis ich diese Typolösung in der Gestaltung eben doch cool fand. Es ist nunmal etwas anderes, dieser gelbe Hintergrund und darauf eigentlich nur die Schrift, aber in mehreren Layern, viele verschiedene Grüntöne.

Zum Buch
Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie ich auf diesen Jugendroman aufmerksam geworden bin. Ich weiß nur noch, dass ich ihn immer mal wieder auf Instagram gesehen hatte, aber bestimmt auch nicht übermäßig oft, nur auf jeden Fall, bevor er erschienen ist. Doch nachdem ich mich dann mal näher mit dem Inhalt des Buches beschäftigt hatte, war für mich klar, dass ich es haben wollte. 
In "Frankly in Love" geht es um Frank, der in den USA aufgewachsen ist, dessen Eltern allerdings aus Korea stammen. Was nicht nur immer wieder dazu führt, dass er sich fragt, wer er eigentlich genau ist (oder sein möchte), sondern auch sein Datingleben verkompliziert. Seine Eltern möchten nämlich, dass er ein koreanisches Mädchen datet. Was passieren kann, wenn man diese Erwartung seiner Eltern nicht erfüllt, hat er an seiner älteren Schwester Hannah gesehen. Doch dann verliebt Frank sich in Brit. Die weiß ist. Und um den Fakt, dass er Brit datet, zu verschleiern, geht er einen Deal mit einer Freundin der Familie ein, Joy. Sie hat dasselbe Problem wie Frank und so täuschen die beiden vor, ein Paar zu sein.
Ich meine, das hört sich doch einfach grandios an, oder nicht? Schon allein diese verdrehte Geschichte, die verspricht, dass es zu vielen, vielen Missverständnissen und komischen Situationen kommen wird, und dann thematisiert das Buch auch noch eine andere Kultur in den USA als die, die sonst immer im Fokus steht. 
Meine Erwartungen konnte der Jugendroman auch wirklich erfüllen. Er hat unfassbaren Spaß gemacht, war süß und unvorhersehbar und hat auch zum Nachdenken angeregt. Anfangs war es für mich noch etwas schwieriger reinzukommen. Alleine die Sichtweise ist mal eine andere, die meisten Jugendromane, die ich lesen, sind aus der Sicht des Mädchens geschrieben. Und hier hat man eben Frank. Doch ich habe mich recht schnell daran gewöhnt. Nur der Romance-Faktor geht ein klein wenig verloren. Zumindest kam es mir so vor, denn auch wenn das Buch seine romantischen, süßen Szenen hat, ist es eindeutig nicht das, was es ausmacht. Jedenfalls hat mir "Frankly in Love" bald viel Spaß gemacht. Und auch, als ich mich zwischendurch fragte, was denn nun noch passieren solle, hat David Yoon es geschafft, die Seiten sinnvoll zu füllen. Und mich vor allem auch mit der ein oder anderen Wendung zu überraschen. Vor allem das Ende war dann doch anders, als ich es erwartet hatte, aber ich jammere so oft, dass Bücher im Segment Young Adult alle gleich sind, dass das wirklich schön erfrischend anders war.
Auch was den Schreibstil des Autors betrifft, kann ich nur wenig meckern. Wie schon gesagt hatte ich nur anfangs ein bisschen Probleme, reinzukommen, doch dann war es ein schönes Leseerlebnis. Besonders dass das Aussehen der Charaktere nicht dauernd wiederholt wird (bei manchen weiß ich nur ein paar Eckpunkte), hat mir sehr gut gefallen. Das ist ja noch etwas, das in Jugendbüchern sonst dauernd gemacht wird und hier nicht immer wieder lesen zu müssen, welche genaue Haarfarbe dieses oder jene Mädchen denn nun hat, war fast schon entspannend. Außerdem schaffte David Yoon es, mir mit ein paar Sätzen im Gedächtnis hängen zu bleiben, mich zum Nachdenken anzuregen. Wie er das Thema Immigranten in den USA aufarbeitet und wie diese mit ihrer Identität umgehen, war grandios. Genauso schreibt er darüber, wie andere mit dem Thema umgehen und manchmal bewusst, manchmal unbewusst Bemerkungen fallen lassen. Ich versuche mir nach so einer Lektüre immer vor Augen zu führen, ob mir das auch schon einmal passiert ist, ob ich schonmal unwillentlich rassistisch war. Man kann ja die besten Absichten haben, denken, man wäre offen allen gegenüber, und trotzdem mit einer Kleinigkeit jemanden verletzen. Und allein, dass dieses Buch mich so zum Nachdenken angeregt hat, macht es für mich zu einem tollen Buch.
Und zu diesem tollen Buch gehören auch tolle Charaktere. Ich möchte jetzt gar nicht auf jemanden im Einzelnen eingehen, aber in "Frankly in Love" gibt es so viele Figuren, die ich liebgewonnen habe. Doch am meisten ist mir hier hängen geblieben, dass keiner von ihnen perfekt schien. Oder komplett schrecklich war. Jeder hat seine guten und seine schlechten Seiten und ich konnte die Handlungen am Ende doch sehr gut nachvollziehen. Solche runden Charaktere machen doch auch immer Spaß.

Mein Fazit


Leute, lest dieses Buch! Für mich war "Frankly in Love" eines dieser besonderen Bücher, die nicht nur schön zu lesen sind, sondern aus denen ich auch etwas mitnehme. Hier war es ein gestärktes Bewusstsein dafür, dass manchmal die kleinsten Bemerkungen rassistisch sind, auch die, die man nie dafür halten würde. Der Jugendroman ist sicherlich nicht perfekt, weswegen ich auch "nur" 4,5 von 5 Sternen vergebe, aber er war für mich trotzdem ein kleines Highlight.

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