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Im Zeichen der Mohnblume – Die Kaiserin

Autor: R.F. Kuang
Verlag: Banvalet
Seiten: 794
Erscheinungsdatum: 16. November 2020
weitere Bücher des Autors:
Im Zeichen der Mohnblume (Die Schamanin, Die Kaiserin)




Klappentext


Rin ist auf der Flucht. Noch immer verfolgen sie die Gräueltaten, die sie begangen hat, um ihr Volk zu retten. Sie ist dem Opium verfallen und folgt auf Gedeih und Verderb den tödlichen Befehlen von Phoenix, dem erbarmungslosen Gott, der Rin ihre beängstigende Kraft verliehen hat. Rins einziger Grund weiterzuleben, ist der Wunsch nach Rache an der verräterischen Kaiserin, die ihre Heimat Nikan an ihre Feinde ausgeliefert hat. Rin hat keine andere Wahl, als sich mit dem mächtigen Drachenkriegsherrn zu verbünden. Dieser plant Nikan zu erobern, die Kaiserin zu stürzen und eine neue Republik zu gründen. Rin schließt sich seinem Krieg an. Denn schließlich ist kämpfen das, was sie am besten kann…

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Gestalterisch passt das Buch super in die Reihenoptik. Wieder ist vorne ein Mädchen zu sehen, diesmal vor Schiffen und mit erhobenem Schwert. Wieder ist der Hintergrund weiß und die weitere Farbe ist hier Blau. So finde ich es also wirklich schön passend.
Was ich allerdings gestalterisch etwas schade finde ist, dass die Karte dieselbe wie schon bei Band 1 ist. Auch hier ist in den Klappen jeweils nur Nikan zu sehen, mit der Grenze zu den Hinterländern und den Inseln Speer und Mugen. Eine Abbildung von Hesperia oder mehr Detail in der nikarischen Karte hätten mich wirklich gefreut.


Zum Buch
Inhaltlich hat mich „Im Zeichen der Mohnblume – Die Kaiserin“ wirklich überrascht und das in absolut positivem Sinne. Nachdem ich den ersten Teil „Die Schamanin“ gelesen hatte, war ich mir nicht ganz sicher, ob ich die Fortsetzung brauchte. Besonders in der zweiten Hälfte wurde es mir da zu wild. Und nun bin ich wirklich froh, dass ich das Buch beim Bloggerportal angefragt und es dann auch erhalten habe, denn ich fand es wirklich gut!
Die Geschichte knüpft etwa einen Monat nach den Ereignissen von „Die Schamanin“ an, als Rin zusammen mit den Cike ihr Ziel verfolgt, die Kaiserin Su Daji zu töten, was alleine etwas schwieriger zu bewerkstelligen ist. Deshalb schließt sie sich dem Drachenkriegsherrn an, als sich ihr die Gelegenheit bietet. Dieser strebt für Nikan eine Republik an, nachdem er die Kaiserin vom Thron gestoßen hat. Und so gerät Rin in einen weiteren Krieg, bei dem wieder einmal nicht ganz klar ist, wer was genau im Schilde führt und wem sie vertrauen kann.
Und ich kann euch sagen, diese Geschichte ist fast durchgängig wirklich spannend. Anders als im ersten Teil kam mir hier alles viel zusammenhängender vor, nicht so wild zusammengewürfelt. Dadurch blieb ich super am Ball und habe das gesamte Buch wirklich gerne gelesen. Immer wieder passierte etwas Neues, kam eine neu Hürde auf, entdeckte man die wahren Absicht einer anderen Figur. Und so hatte ich echt viel Spaß mit diesem Fantasy-Roman. 
Außerdem mochte ich die Beschreibung dieser Welt ebenfalls gerne. R. F. Kuang hat eine interessante Welt erschaffen, über die man hier nochmal mehr erfährt. Hesperia wird in „Die Schamanin“ wichtiger und auch wenn man noch lange nicht alles über dieses Land erfährt, baut die Autorin die Infos dazu geschickt ein. Genauso erging es mir mit dem Schamanismus. Auch hierzu gibt es noch mehr Neues zu entdecken, aber gleichzeitig wird man nicht damit überflutet.
Zum Schreibstil muss ich sagen, dass ich mir an mancher Stelle gewünscht hätte, das englische Original zu lesen, da mir die Übersetzung an einigen wenigen Stellen etwas holprig vorkam. Doch ansonsten passt Kuangs Stil wunderbar zum Genre und er bereitete mir keinerlei Probleme, wieder in die Geschichte einzufinden.
Gleichzeitig mit der Geschichte wurden mir außerdem die Charaktere deutlich sympathischer. Gut, damit meine ich vor allem Rin. Mit ihr wurde ich im ersten Band nicht wirklich warm. Und auch wenn sie auch jetzt noch nicht meine Lieblingsfigur ist, so habe ich sie doch zu mögen gelernt und fand sie eine interessante Protagonistin, die durchaus eine gut dargestellte Entwicklung durchmacht. Besonders gefreut habe ich mich aber, dass hier wieder Charaktere auftauchen, mit denen ich nicht unbedingt gerechnet hätte, nämlich Kitay und Nezha. Die beiden sind mir doch sehr ans Herz gewachsen und auch wenn der Rest des Charakterensembles noch ein wenig undurchschaubar ist, haben diese beiden für mich viel ausgemacht.
Jedenfalls freue ich mich sehr, dass ich dieser Fortsetzung eine Chance gegeben habe, denn sie hat sich mehr als bewährt. Den dritten Teil lese ich ganz bestimmt. Jetzt bin ich wirklich neugierig!

Mein Fazit


„Im Zeichen der Mohnblume – Die Kaiserin“ war für mich ein Beispiel dafür, dass man manchmal dranbleiben muss, um etwas Gutes für sich zu entdecken. So krass habe ich das zwar noch nie erlebt, dafür war die Freude umso größer, als ich das Buch las und es mich in seinen Bann nahm. Besonders der Handlungsaufbau und die Protagonistin haben meiner Meinung nach einen Sprung gemacht. Ich vergebe für diesen wirklich gelungenen zweiten Band 4,5 von 5 Sternen.

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