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Liebe findet uns

Autor: J.P. Monninger
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Seiten: 410
Erscheinungsdatum: 14. Juli 2017
weitere Bücher des Autors: 
Liebe findet uns, Solange der Fluss uns trägt, Unsere Liebe für immer




Klappentext


Liebe sucht, Liebe träumt, Liebe findet uns

Es ist der eine letzte Sommer nach der Uni, bevor das echte Leben beginnt. Heather reist mit ihren zwei besten Freundinnen durch Europa. Sie liest Hemingway, lässt sich durch die Gassen der Altstädte treiben. Dass sie Jack begegnet, hätte sie nicht erwartet. Und schon gar nicht, dass sie sich unsterblich in ihn verliebt. Er folgt Stationen aus dem alten Reisetagebuch seines Großvaters. Es ist sein Ein und Alles, und Jack beginnt die Schätze daraus mit Heather zu teilen. Die beiden besuchen die unglaublichsten Orte und verbringen die schönste Zeit ihres Lebens. Bis Jack völlig unerwartet verschwindet. Heather ist verzweifelt, wütend. Was ist sein Geheimnis? Sie weiß: Sie muss ihn wiederfinden.


Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Ich bin schon auf diesen Liebesroman aufmerksam geworden, als er bei Vorablesen im Bereich der Aktionen erschien. Das war dann wohl vor gut zwei Jahren, wenn ich mir das Erscheinungsdatum so ansehe. Das größtenteils schwarze Cover hatte etwas an sich, das mich neugierig gemacht hat. Ich meine, die Silhouetten darauf lassen unweigerlich auf einen Liebesroman schließen, aber der hier ist eben sehr dunkel gehalten, was dann doch eher ungewöhnlich ist. Aber mir gefällt es, vor allem auch in Kombination mit dem Gold. 😊

Zum Buch
Wie schon geschrieben bin ich über Vorablesen auf das Buch aufmerksam geworden und hatte da auch direkt in das Buch reingelesen. Was gut war, denn so konnte ich mir damals einen ganz guten Eindruck von J.P. Monningers Schreibstil machen und der hatte mir da och ganz gut gefallen. Gekauft habe ich "Liebe findet uns" dann erst später gebraucht über medimops. Und gelesen habe ich es erst jetzt, vor allem deswegen, weil mir aufgefallen ist, wie lange ich schon keine klassische Liebesgeschichte mehr gelesen habe. Da kam mir dieser Roman wirklich gelegen, ich wusste ja bereits, dass der Schreibstil ganz gut war und konnte mich auch noch daran erinnern, dass die Geschichte bereits interessant anfing.
Die Thematik ist natürlich nicht neu. Sie lernt ihn kennen – hier auf einer Reise durch Europa, die sie eigentlich mit ihren zwei besten Freundinnen unternimmt – und verliebt sich in ihn. Sie setzt die Reise mit ihm fort und plötzlich verschwindet er. Mich hat das an "Nur ein Tag" von Gayle Forman erinnert, da war die Basis ähnlich. Aber der größte Unterschied meiner Meinung nach ist das Alter. Denn in "Liebe findet uns" ist die Protagonistin Heather 23 Jahre alt (wenn ich mich jetzt richtig erinnere, auf jeden Fall zwischen 22 und 24) und er, Jack, ist 27 (wieder eine grobe Schätzung). Das ist kein Jugendbuch mehr, aber doch sind die beiden noch jünger als die meisten Hauptcharaktere in "erwachsenen" Liebesromanen, sodass die Geschichte großes Identifikationspotenzial für mich hatte. Das hat mich von Anfang an an diesem Buch fasziniert.
Wie schon erwähnt ist die Geschichte ansonsten nicht neu. Heather und Jack lernen sich kennen, verlieben sich ineinander, entwickeln tiefe Gefühle füreinander. Sie reisen zusammen durch Europa, folgen Schauplätzen aus dem Tagebuch von Jacks Großvater. Doch Heather merkt recht schnell, dass etwas nicht stimmt, nicht ganz passt, und dieser Verdacht bestätigt sich dann auch.
Trotz dass diese Bausteine schon bekannt sind und oft verwendet werden, war es doch noch interessant zu lesen. Die Geschichte wird durch die Beziehungsentwicklung zwischen Heather und Jack nicht langweilig. Dafür ist sie zu unharmonisch und dadurch auch etwas ungewöhnlich, zumindest meiner Meinung nach. Umgehauen hat mich die Story deswegen nicht, aber ich mochte sie eigentlich ganz gerne. Wobei das große Drama natürlich vorherzusehen war und auch, was Jacks Geheimnis ist, war nicht schwer zu erraten.
Etwas schade fand ich, dass man fast nur Passagen liest, in denen es um Heather und Jack geht. Die beiden Freundinnen, mit denen Heather eigentlich durch Europa reist – Constance und Amy –, kommen zwar auch immer wieder vor, wirkten auf mich allerdings eher wie Randfiguren. Szenen, in denen die Freundschaft der Drei beleuchtet wird, gibt es nicht besonders viele und das war doch etwas schade, denn so bekam man keinen allzu guten Eindruck von den beiden. Oder überhaupt von anderen Figuren. Und außerdem fand ich das Ende doch recht schwach. Nicht, weil es vorhersehbar gewesen wäre – das war mir ja schon vorher klar –, sondern weil es so unemotional bei mir ankam. Nicht mehr wirklich spannend. Ich habe zwar weiter und weiter gelesen, aber eigentlich nur, um das Buch abzuschließen. Die restliche Geschichte hat mir wirklich gefallen, aber zum Ende hin nahm die Spannung merklich ab. Selbst das Herausfinden, was mit Jack denn nun ist, hat mich nicht packen können.
Auch hinsichtlich des Schreibstils bin ich hin und her gerissen. Wie schon geschrieben hat mir Monningers Schreibe schon in der Leseprobe gefallen. Er (denn es ist ein Er, habe ich herausgefunden) schreibt flüssig, eben so, dass man schnell in die Geschichte einfindet und sie gut weglesen kann. Eigentlich alles super, nur leider hat es mir an Emotionalität gefehlt. Bei Liebesromanen ja doch eher ungünstig. Schön fand ich die Lovestory von Heather und Jack zwar schon, nur ist bei mir eben das Kribbeln nicht so angekommen, wie ich es mir erhofft hatte.
Zu den Charakteren habe ich ja schon kurz etwas geschrieben beziehungsweise habe ich mich ja schon über das fehlende Eingehen auf die Nebenfiguren beschwert. Dazu werde ich hier also nichts mehr sagen. Dafür aber ein wenig mehr zu den Protagonisten Heather und Jack. Erster Fun Fact zu Heather war bei mir, dass ich mir am Anfang einfach nicht merken konnte, wie Heather denn nun heißt. Nach den ersten paar Seiten ist mir das eben aufgefallen, hab ihren Namen im Klappentext nachgespickt – und ihn dann wieder vergessen. Irgendwann hat sich das gegeben, aber so ist mir das irgendwie noch nie passiert. Sagt das etwas über meine allgemeine Meinung zu Heather aus? Eigentlich nicht, denn ich kam recht gut mit ihr als Hauptfigur klar. Sie ist eine dieser typischen Protagonistinnen mit dem super organisierten Leben, aber das war gar nicht so schlimm. Ich mochte ihre Zielsetzungen, dass sie karriereorientiert war. Das passt für mich ganz gut ins Zeitgeschehen. Sie war keine Figur, mit der ich super die enge Bindung aufgebaut hätte, aber ich kam gut mit ihr klar, war nicht von ihr genervt und das bringt ja schonmal viel. Mit Jack erging es mir ähnlich. Er war mir nicht super sympathisch und ich habe nun einen neuen Bookboyfriend, aber er war ganz nett mit seinen guten und schlechteren Eigenschaften. Manchmal hätte ich mir an den Kopf greifen können wegen ihm, aber im Großen und Ganzen sind seine Handlungen nachvollziehbar.

Mein Fazit


Mein Plan, mal wieder eine schöne, leichte Lovestory zu lesen ging nur so mäßig auf. "Liebe findet uns" ist zwar ein gut zu lesender Liebesroman, der nicht uninteressant ist, doch so richtig packen konnte mich der Autor leider nicht. Mehr als eine nette Geschichte für Zwischendurch wurde das Buch für mich nicht, weswegen ich es mit 3,5 von 5 Sternen bewerte.
Dafür konnte ich die Aufgabe der Jahreszeiten Challenge abhaken, ein Buch zu lesen, das ich bereits 2018 lesen wollte.

Kommentare

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