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Finale

Autor: Stephanie Garber
Verlag: Hodder Paperbacks
Seiten: 416
Erscheinungsdatum: 6. Februar 2020
weitere Bücher des Autors: 
Caraval (CaravalLegendary, Finale)




Klappentext



Caraval is over, but perhaps the greatest game of all has begun - with lives, empires, and hearts all at stake. There are no spectators this time: only those who will win, and those who will lose everything. Welcome, welcome to the Caraval's Finale. All games must come to an end . . .

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Beim dritten Band der Caraval-Serie hat es mich dann nicht mehr ganz so sehr gestört, dass der erste Teil optisch nun herausfällt. Immerhin passen Band 2 und 3 nun schön zueinander. Und auch dieses Cover sieht mal wieder schön aus. Die Grundfarbe bei "Finale" ist ein dunkles Rot, mit Strahlen, die durch die Schrift ragen und einem Spielkarten-Turm unten. Nichts Bahnbrechendes, aber dennoch hübsch.

Zum Buch
Ich hatte ja durchaus Spaß mit dieser Reihe. Deswegen (und auch, weil ich Reihen nicht mehr nur anfangen, sondern sie auch wirklich zu Ende lesen möchte), hatte ich mir noch während des Lesens von "Caraval" die beiden Folgebände bestellt. Man muss ja von Zeit zu Zeit ein wenig Vertrauen in Dinge setzen und das habe ich hier gemacht, im steten Hoffen, dass mir die Reihe nicht so auf die Nerven gehen würde, dass ich gar keine Lust mehr auf das weitere hätte. Erst gegen Ende, in "Finale" haben mich gewisse Entwicklungen und Charaktere immer mehr genervt. Aber dazu gleich mehr.
Erst einmal kurz zur Handlung des Jugendbuches. Diesmal haben wir uns komplett losgelöst vom Spiel Caraval, das die Handlungen der beiden Vorgänger bestimmte. Was wohl bedeutet, dass die Zeit für Spiele zu Ende ist. Stattdessen dreht sich hier alles darum, die Fates und von ihnen vor allem den Fallen Star aufzuhalten, die am Ende von "Legendary" aus ihrem Spielkartenset befreit wurden. Was zwar auch bedeutet, dass Scarletts und Tellas Mutter wieder mit ihren Töchtern vereint ist, aber eben auch, dass die Fates nun ihr Unwesen treiben. Kurz sei auch gesagt, dass dieser Teil nun aus zwei Sichtweisen erzählt wurde, aus Tellas und Scarletts. Vorher wurde ein Buch quasi einer von ihnen gewidmet,
Vor allem im Nachhinein kommt es mir so vor, als wäre in "Finale" unheimlich viel passiert. Was nicht unbedingt schlecht sein müsste, aber in diesem Fall kommt es mir eben wie ein "zu viel" vor. Immer wieder passiert etwas Neues, Dramatisches, auf jeder Seite könnte eine neue Wendung zum Vorschein kommen. Und auch wenn mir vieles gut durchdacht vorkam, traf das eben nicht bei allem zu. Vor allem die Auflösung am Ende, wer welchen Part spielt, fand ich einfach übertrieben. Mit welchen Gedankengängen die beiden Protagonistinnen hier arbeiten, kam mir teilweise wirklich an den Haaren herbeigezogen vor. Zwischendrin mochte ich die Handlung eigentlich sehr, aber etwa das letzte Drittel hatte so viel Potential, die Augen zu verdrehen. Da strotzte es nur so vor Perfektion in seinen "guten" Charakteren.
Und auch die Liebesgeschichten konnten mich hier nicht ganz so überzeugen. Wobei ich da auch genau weiß, woran das lag. Scarlett und Julian jedenfalls kamen mir schon sehr abgeschlossen vor. Vor allem das Hineinbringen von Count Nicholas war meiner Meinung nach unnötig, besonders in Anbetracht dessen, wie die Autorin mit dieser Storyline umgegangen ist. Und dann hätten wir da natürlich noch Tella. Tja, ihre Lovestory hätte ich eigentlich gemocht, wäre nicht so vollkommen klar gewesen, dass Tellas Herz unumstößlich Legend gehört. Die beiden haben mich nämlich ziemlich genervt. Beziehungsweise bin ich ganz einfach ein großer Fan von Jacks und fand die Chemie zwischen ihm und Tella um einiges interessanter. Aber da war ich wohl etwas parteiisch.
Auch der Schreibstil hat nicht mehr viel raushauen können für mich. Ich habe bereits zu den Vorgängerbänden geschrieben, dass sich Stephanie Garbers Stil gut lesen lässt und das ist auch in "Finale" noch so. Die Autorin kann wirklich so schreiben, dass man gut durch die Seiten kommt und es weitestgehend interessant bleibt. Nur ihr Faible für Kleidung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die Beschreibungen der Kleider, die Scarlett und Tella während der Geschichte tragen, waren mir immer zu lang. Ich brauche eben doch keine so detailgetreue Beschreibung von etwas, das so wenig Auswirkung auf die Story an sich hat. Außerdem ist mir aufgefallen, dass sich Tellas und Scarletts Sichtweisen nicht wirklich voneinander unterscheiden. Die Kapitel hätten genauso gut alle aus immer derselben Perspektive geschrieben sein können und ich wäre lediglich durch die eine Rolle spielenden Figuren stutzig geworden. Ich finde es immer sehr schade, wenn ein Autor oder eine Autorin zwar aus mehreren Sichten schreibt, jedoch die Chance vergibt, hier einen Unterschied erkennbar zu machen. 
Und schließlich komme ich noch zu den Charakteren. Ach ja, schwieriges Thema für mich. Denn hier ist mir mal wieder klar geworden, dass ich offenbar ein größeres Problem mit Hauptcharakteren habe. Von denen konnte ich nämlich so gut wie keinen wirklich leiden. Scarlett und Tella sind mir beide mehr oder weniger egal. Wobei mir Tella etwas sympathischer ist und ich ihren Charakter mit dieser doch sehr impulsiven Art etwas mehr mochte. Und auch die Love Interests waren hier nicht besser. Julian kam mir hier sowieso sehr farblos vor, als hätte er sich seit "Caraval" nicht mehr weiterentwickelt und als wäre das auch gar nicht erwünscht. Und mit Legend kam ich sowieso nie so richtig klar. Gut, manchmal hatte er für mich ganz nette Momente, aber die meiste Zeit über konnte ich mich nur über ihn ärgern. Wie er dauernd betont, was für ein Bad Boy er doch wäre – obwohl er das so gar nicht ist. Und was ist das eigentlich, dass er, der zwar nicht so aussieht, aber tatsächlich schon alt ist, sich in Tella verliebt, nachdem er die ganzen Jahrzehnte oder Jahrhunderte oder was auch immer absolut gefühlskalt war? Solche Entwicklungen kommen mir immer so an den Haaren herbeigezogen vor. Und ich weiß, dass sich das etwas widerspricht, doch Jacks hingegen war mir da um einiges sympathischer und seine Beziehung zu Tella fand ich viel spannender als die von Tella und Legend. Auch wenn die Grundvoraussetzungen so ähnlich sind. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Jacks tatsächlich der Bad Boy der Geschichte ist – und das nicht dauernd zur Schau stellen muss. Die Momente mit ihm waren sowieso meine Highlight in diesem Buch.
Vielleicht ist das auch einer der Gründe, weshalb ich "Finale" nicht so sehr mochte. Denn mal ganz abgesehen davon, dass die Hinführung zum obligatorischen Happy End ein ziemliches Wirrwarr ist, konnte ich mich nicht so richtig für die Charaktere und ihr Ende freuen. Denn Jacks' Geschichte endet in einer doch eher komischen Art und Weise, die mich unbefriedigt zurücklässt.

Mein Fazit


Ich muss also gestehen, dass ich den Hype nun, nachdem ich die komplette Reihe gelesen haben, nicht so ganz nachvollziehen kann. Ja, Stephanie Garbers Bücher haben tolle Ideen, coole Momente und manche der Figuren haben mich begeistern können. Doch dann gab es eben auch die "Schattenseiten" und die haben vor allem in "Finale" meiner Meinung nach eher überwogen. Nicht so sehr, dass ich das Buch ganz schrecklich gefunden hätte, aber eben doch genug, dass es zu "nur" 3 von 5 Sternen gereicht hat. 

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