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"Castle Rock" Staffel 1

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Oh, wie habe ich mich auf diese Serie gefreut! Ich könnte jetzt gar keinen konkreten Grund dafür benennen, aber als ich von "Castle Rock" erfahren habe, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich wollte diese Serie sehen, die mich mit nur so wenigen Informationen bereits so neugierig gemacht hatte.
Ich muss wohl dazu sagen, dass ich die Ankündigung gesehen hatte, kurz nachdem ich im neuen "Es" war. Die Aussicht darauf, eine weitere Geschichte aus dem Stephen-King-Universum sehen zu können, hat mich also sehr gereizt. Noch dazu mit diesen Schauspielern und damit meine ich allen voran Bill Skarsgard. Obwohl ich auch den restlichen Cast sehr interessant fand, wenn man mal bedenkt, dass die ehemalige "Carrie"-Darstellerin Sissy Spacek hier mitspielt.
Tja, und viel mehr als diese paar kleinen Häppchen sowie einem ominösen ersten Trailer, den ein darin vorkommender Satz – "You have no idea what's happening here" – treffend zusammenfasst, brauchte es tatsächlich nicht, um meine Neugierde auf die Serie in die Höhe zu treiben.
Und so geheimnisvoll dieser eine Satz auch klingt, er passt perfekt zu "Castle Rock", denn die Serie lässt sich nicht nur sehr schwer in Worte fassen, man tappt als Zuschauer auch eine lange Zeit im Dunkeln. Ich werde trotzdem mal mein Bestes versuchen, sie zu beschreiben:
Castle Rock ist eine fiktive Stadt in Maine, die Stephen King schon ein paar Mal in seinen Werken erwähnt hat. 1991 geschah hier schonmal etwas Merkwürdiges, denn nachdem der junge Henry Deaver erst verschwand und dann auf mysteriöse Weise wieder auftauchte, erlitt dessen Stiefvater nicht nur schwere Verletzungen, sondern starb auch. Die Ereignisse der Serie setzen jetzt, 27 Jahre später an, es gibt aber immer wieder Rückblicke. Aber gut, mehr zum Jetzt der Serie: Nach dem Selbstmord des Shawshank-Gefängnisleiters Dale Lacy findet man dort, in einem abgelegenen, versteckten Trakt einen Insassen. Niemand weiß, wer er ist, und er selbst redet nicht. Das Einzige, was erstmal aus ihm herauszubekommen ist, ist ein Name – Henry Deaver. Und so kommt auch dieser, nun erwachsene Henry, der inzwischen weggezogen ist und als Anwalt arbeitet, zurück nach Castle Rock. Zusammen mit Molly Strand, seiner Nachbarin aus der Kindheit, versucht er herauszufinden, was es mit diesem jungen eingesperrten Mann auf sich hat. Dabei zieht er zurück zu seiner Mutter Ruth, die mittlerweile mit dem ehemaligen Sheriff der Stadt, Alan Pangborn, zusammenlebt.
Ihr seht also, es ist wahrlich nicht einfach, "Castle Rock" einfach so zu erklären. Die Serie ist unglaublich schwer zu fassen und anfangs hatte ich noch keine Ahnung, auf was ich mich da überhaupt eingelassen hatte. Man tappt für eine ganze Weile sehr im Dunkeln, weiß noch nicht einmal so wirklich, um was es geht. Wer ist gut, wer ist böse? Das sind Fragen, die sich durch die gesamte Staffel ziehen, die mich auch jetzt noch beschäftigen. Genauso wie die Auseinandersetzung mit dem Übernatürlichen. "Castle Rock" ist keine 'normal' übernatürliche Serie, sondern in der Hinsicht ein wenig komplizierter. In der Stadt scheinen finstere Ereignisse einfach zu geschehen, aber hat das einen besonderen Grund? Wegen einer übergeordneten Macht? Gute Frage. Aber düster und phasenweise gruselig wird es dadurch auf jeden Fall. Einfach ist diese Serie ganz sicher nicht, aber wenn man ihr eine Chance gibt, zieht sie einen rein in ihren Sog. Was bei mir ehrlich gesagt ziemlich spät passiert ist, aber dafür umso krasser. Und das Finale...oha, da heißt es wirklich aufgepasst. Denn es gibt zwei Geschichten, an die man in "Castle Rock" glauben kann, und das Staffelfinale lässt einen nochmal gründlich daran zweifeln, an welche Variante man denn nun glauben möchte. Und wie man dann aus der Staffel rausgeht, hängt stark davon ab.
Mit dem Cast wurde meiner Meinung nach auch alles richtig gemacht. Wen ich sehr gerne gesehen habe, war Melanie Lynskey, die Molly verkörpert. Sie ist eine wirklich starke Frau, auch wenn sie oft seltsam rüberkommt. Wobei keiner der Charaktere hier wirklich normal erscheint. Mein persönlicher Favorit ist allerdings Bill Skarsgard. Er spielt den geheimnisvollen Gefängnisinsassen so unglaublich intensiv und gleichzeitig undurchschaubar, unheimlich, aber auch charmant, das kann ich nur bewundern.
Wie es nun weiter geht, werde ich noch sehen. Eine zweite Staffel "Castle Rock" wurde bereits angekündigt, sie kommt demnach auf alle Fälle. Doch um was es gehen wird? Schwer zu sagen, denn es wird zwar wohl weiterhin um dieselbe Stadt gehen, aber mit anderen Charakteren im Mittelpunkt, also nicht unbedingt Henry und Molly als Protagonisten. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich alles weiterentwickelt!

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