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What if it's us

Autor: Becky Albertalli & Adam Silvera
Verlag: HarperTeen
Seiten: 433
Erscheinungsdatum: 09. Oktober 2018
weitere Bücher der Autoren: 
Simon vs. the Homo Sapiens AgendaThe Upside of UnrequitedLeah on the Offbeat
More Happy Than Not, History Is All You Left Me, They Both Die at the End
What if It's Us









Klappentext


Arthur is only in New York for the summer, but if Broadway has taught him anything, it's that the universe can deliver a showstopping romance when you least expect it.
Ben thinks the universe needs to mind its business. If the universe had his back, he wouldn't be on his way to the post office carrying a box of his ex-boyfriend's things.

But when Arthur and Ben meet-cute at the post-office, what exactly does the universe have in store for them?
Maybe nothing. After all, they get seperated.
Maybe everything. After all, they get reunited.
But what if they can't quite nail a first date...or a second first date...or a third?
What if Arthur tries too hard to make it work...and Ben doesn't try hard enough?
What if life really isn't like a Broadway show?
But what if it is?

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Kennt ihr diese Cover mit Personen darauf, die man sich deshalb wieder und wieder anschaust, um sich ein Bild von den Charakteren des Buches zu machen? So war "What if it's us" für mich. Das Cover macht nicht viel Aufhebens – wobei ich die helle orangefarbene Schrift und den gleichfarbigen Buchrücken ja toll finde –, passt aber einfach zur Geschichte. Als ob das wirklich Arthur und Ben dort vorne drauf wären.

Zum Buch
Doch ich habe den Jugendroman ja nicht gekauft, weil er so hübsch aussieht. Nein nein, es lag daran, dass ich die Autorin Becky Albertalli und ihre bisherigen Bücher liebe und mir somit von Vornherein klar war, dieses Buch ebenfalls lesen zu müssen. Auch wenn sie hier mit einem Co-Autoren, Adam Silvera, zusammengearbeitet hat, von dem ich noch kein Werk kannte. Aber hey, ist ja kein Problem, so habe ich auch mal was von ihm gelesen.
Die Story hier ist unglaublich süß. Es beginnt mit einem kurzen Aufeinandertreffen der beiden Hauptfiguren Arthur und Ben in einem Postcenter in New York, die sich kennenlernen, als Ben gerade eine Box voller Dinge seines Ex-Freundes verschicken möchte. Die beiden kommen ins Gespräch – und verlieren sich wieder, ohne dass sie irgendwelche nützlichen Informationen ausgetauscht hätten. Doch sie haben Glück und finden sich wieder und testen aus, was das eigentlich ist. Freundschaft? Eine Beziehung? Doch nichts weiter als eine flüchtige Bekanntschaft? Die ganze Sache wird noch dadurch verkompliziert, dass Arthur nur den Sommer über in New York ist.
Mir hat die Geschichte auf ihre Art wirklich sehr gefallen. Sie ist süß und dabei wirklich nicht kitschig. Stattdessen läuft hier nicht immer alles perfekt und auch das Ende ist nicht so Jugendbuch-klischeemäßig, dass es unaushaltbar wäre, wodurch die ganze Geschichte eine ganze Schippe Authentizität zulegt. Lediglich ein paar Dinge haben mich Am Spannungsbogen gestört, der ansonsten vollkommen in Ordnung war: Erstens, wie unfassbar vorhersehbar eine Sache war. Ich meine, das war für mich so offensichtlich und zwar schon von Anfang an, aber nein, unsere Charaktere kommen da so überhaupt nicht drauf! Sorry, wenn ich hier ein wenig in Rätseln spreche 😅 Zweitens war mir das Drama an der ein oder anderen Stelle ein wenig zu schnell eingeführt beziehungsweise reagieren die Charaktere mir da etwas zu überspitzt. Redet doch einfach darüber!
Über den Schreibstil hingegen kann ich nun wirklich nicht meckern. Wie bereits gesagt habe ich das Buch hauptsächlich wegen Becky Albertalli gekauft und ich wäre schließlich nicht so dahinter gewesen, wäre ich kein Fan ihres Stils. Bin ich auch immer noch nach "What if it's us". Sie schreibt so schön leicht und wie aus dem echten Leben. Außerdem mag ich die Dialoge, vor allem auch die 'digitalen', die man hier mitbekommt. Sie lesen sich so frisch und hören sich glücklicherweise nicht steif an oder hochgestochen oder wie von Erwachsenen, sondern wie das, was sie sein sollen: Dialoge zwischen Jugendlichen. Sehr schön. Aber ich will Adam Silvera hier gar nicht untergraben, denn ich kenne bisher zwar noch keine Werke, die nur von ihm sind, aber nach diesem hier bin ich mir sicher, auch mal eines von ihm zu versuchen, denn sein Beitrag wird hier ebenfalls groß geworden sein 😊
Was mir an dem Stil außerdem sehr gefällt, sind die beiden Sichtweisen, die wir hier erhalten. Arthur und Ben erzählen nämlich abwechselnd diese Geschichte, was nicht nur zu einem besseren Überblick über die Ereignisse verhilft, sondern auch so unglaublich interessant für mich war. Denn die Denkweisen der beiden sind so unterschiedlich! Man merkt das direkt und allein das finde ich einfach bewundernswert, denn ich habe schon oft Bücher mit mehreren Sichtweisen gelesen, in denen eigentlich grundsätzlich verschiedene Charaktere auf dieselbe Art und Weise denken und das nervt schonmal. Hier allerdings ist das eben nicht so.
Dazu kommt noch, dass mir sowohl Arthur als auch Ben ans Herz gewachsen sind. Sehr. Wirklich, die beiden sind so grundverschieden, aber ich könnte jetzt im Nachhinein nicht sagen, wen ich lieber mag. Arthur ist dieser unerfahrene Junge, der wahrscheinlich ein paar Musicals zu viel gesehen hat und an so etwas wie Schicksal denkt. Aber auf eine so sympathische Weise, dass es mir erging wie in dieser einen Folge "How I met your mother", in der die Gruppe eine junge Frau trifft, über die sie dauernd denken: "Oh, Honey". So war es bei mir und Arthur. Er ist so unglaublich enthusiastisch und übereifrig – oft ein bisschen zu übereifrig –, doch nie auf eine stressige Art und Weise. Ben hingegen kommt gerade aus einer unglücklich geendeten Beziehung und ist nicht unbedingt in romantischster Stimmung, als er Arthur zum ersten Mal begegnet. Was nicht bedeutet, dass er nicht an die Liebe glaubt und das komplette Gegenteil von Arthur ist. Wäre irgendwie schon wieder unrealistisch, oder? Nein, er ist einfach anders. Nämlich verträumt und auch ein wenig verplant und mal nicht einer dieser Superschüler, die sich aussuchen können, auf welches tolle College sie denn gehen möchten, weil ihre Auswahl so riesig ist. Auch mal erfrischend. Und genau diese Kombination der beiden Charaktere hat bei mir genau die richtige Mischung ergeben. Plus die Nebencharaktere, die ich größtenteils ebenfalls mochte. Was hätte ich denn mehr gewollt?

Mein Fazit


Wie froh es mich doch immer macht, Bücher von Autoren zu lesen, die ich bereits kenne und wertschätze und herauszufinden, dass ich sie noch immer so gut finde wie bisher. Schön, dass es mir hier genau so ging 😄 "What if it's us" erzählt die Liebesgeschichte zwischen Arthur und Ben, die nicht so einfach ist, dafür aber umso süßer und garantiert nicht so klischeebehaftet und kitschig ist, wie man es sich vielleicht jetzt vorstellt. Deswegen gibt es von mir 4,5 von 5 Sternen.
Außerdem konnte ich mit dem Jugendroman meine erste Aufgabe der 4 Jahreszeiten Challenge erfüllen, nämlich ein Buch zu lesen, welches 2018 erschienen ist.

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