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Split


Schon eine ganze Weile lang hatte ich vor, mir "Split" anzusehen. Die Reviews waren ja durchgängig gut, der Trailer hat interessant ausgesehen und vor allem hat mein Bruder mir von dem Film vorgeschwärmt. Trotzdem habe ich ihn erst vor Kurzem angesehen. Weil ich irgendwie immer eine andere Serie hatte oder gerade keine Lust auf einen Film. Erst als jetzt "Glass" ins Kino kam, dachte ich mir, es wäre mal an der Zeit. Schließlich wäre es ja cool, dort ins Kino zu gehen. Wenn mir denn "Split" gefallen würde.
Und was soll ich sagen, "Split" hat mir gefallen. Schon allein das Thema ist ja genial. Drei junge Mädchen, die von einem Mann mit multipler Persönlichkeitsstörung entführt werden. Die Drei sollen der Bestie geopfert werden, von der der Mann überzeugt ist, dass sie in ihm lebt und welche über übernatürliche Kräfte verfügen soll. Gut, wenn man nur das von der Handlung weiß, hört sie sich vielleicht ein wenig langweilig an. Wieso sollte man sich auch einen Film ansehen, in dem ein paar Mädchen eigentlich nur gefangen sitzen? Doch so ist es gar beziehungsweise nicht nur. Klar, ein Großteil des Films spielt in der Gefangenschaft. Gleichzeitig bekommt man aber auch Einblicke in das Leben des Mannes, der zum Beispiel zu einer Therapeutin geht. Man erfährt mehr über Casey, einem der gefangen gehaltenen Mädchen, deren Kindheit nicht nur sonnig und schön war. Besonders hat mich der Umgang mit multipler Persönlichkeitsstörung fasziniert. Kevin – so heißt der Entführer, auch wenn man ihn selbst nicht wirklich kennenlernt – hat nach einem prägenden Ereignis in seiner Kindheit nach und nach verschiedene Persönlichkeiten ausgebildet und beherbergt nun 23 verschiedene Persönlichkeiten in sich. Jede hat einen ganz eigenen Charakter, glaubt an etwas anderes, verhält sich anders und hat sogar verschiedene physische Konstitutionen. Das Alter dieser Persönlichkeiten unterscheidet sich und viele sind männlich, manche aber auch weiblich. Besonders in Szenen, in denen Kevin – oder zumindest dessen Körper – bei der Therapeutin Dr. Fletcher ist, lernt man ungemein viel über diese dissoziative Störung. Vor allem viel, was sich im ersten Moment zwar unmöglich anhört, jedoch eine nachvollziehbare Erklärung bekommt. Ich habe mich gefragt, was davon möglich ist und was es vielleicht tatsächlich auch im echten Leben gibt. Und auch wenn manches im Film den Rahmen des Erklärbaren sprengt, hat er mir viel zum Nachdenken gegeben und mich nachhaltig begeistert.
Dazu kommt, dass die Geschichte wirklich interessant ist. Wie für einen Psychothriller üblich besticht er nicht mit großer Action, doch schon allein das Kennenlernen der verschiedenen Persönlichkeiten von Kevin war unglaublich. Was natürlich auch an dem Schauspieler, James McAvoy, liegt. Der spielt die verschiedenen Charaktere unfassbar gut, egal, ob das der junge Hedwig ist oder Patricia oder einer der anderen Persönlichkeiten, die in Kevins Körper leben. Durch die kleinen Veränderungen in seinem Spiel hat man gemerkt, wann er wer ist und das fand ich sehr beeindruckend. 
Das Ende des Filmes war dann zwar weniger realistisch als der Rest, doch auch wenn das ein wenig schade war, hat es dennoch nicht dazu geführt, dass es für mich den Film zerstört hat. Gut, ich gebe zu, ins Kino bin ich für die Fortsetzung "Glass", in der sowohl dieser Film wie auch "Unbreakable" aufeinandertreffen, nicht gegangen, aber den Film möchte ich noch schauen. Nur dann eben auf DVD oder auf Amazon oder Netflix, mal sehen 😁

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