Samstag, 17. Oktober 2015

Shadow Falls Camp - Erwacht im Morgengrauen

Klappentext


Von dem Moment an, als Kylie im Shadow falls Camp angekommen ist, wollte sie nur eines wissen: Was bin ich? Umgeben von Feen, Werwölfen, Vampiren, Hexen und Gestaltwandlern möchte Kylie endlich herausfinden, welche Art von Wesen sie ist, und was ihre übernatürlichen Kräfte zu bedeuten haben.
Kylie braucht ihre Fähigkeiten jetzt mehr als je zuvor, denn sie wird verfolgt: und zwar nicht nur von einem blutüberströmten Geist - damit allein käme sie inzwischen klar - sondern auch von einer unsichtbaren, dunklen Macht, die sie alle in Gefahr bringt. Kann Kylie ihre übernatürlichen Kräfte einsetzen und die Menschen retten, die sie liebt?

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Wie schon beim ersten Band ist das Cover metallic schimmernd und wieder gibt es innen Beschreibungen von den gleichen Personen und damit es nicht langweilig wird, mit anderem Inhalt.
Das Cover an sich ist diesmal ziemlich blau, man sieht einen Wasserfall (was auch zur Handlung passt) und wieder ein Mädchen. Alles in allem ist das Buch wieder sehr schön gestaltet :)

Zum Buch
Nachdem Kylie in Band 1 akzeptiert hat, dass sie übernatürlich ist, versucht sie nun herauszufinden, was sie ist. Was gar nicht so einfach ist, denn immer wieder entdeckt sie neue Gaben und das verwirrt alle nur zusätzlich.
Kylie ist mir immer noch unsympathisch. Sie ist immer supergut drauf und wird von anderen als die beste und tollste Freundin überhaupt beschrieben, was inzwischen echt nervt. Außerdem scheint sie sich dazu berufen zu fühlen, allen eine Moralpredigt zu halten. Ich meine, sie ist 16 Jahre alt und spielt sich auf wie die erwachsenste im ganzen Camp! Und natürlich entdeckt unsere Protagonistin ganz viele neue Kräfte an sich, die anscheinend ganz toll und ganz selten sind. Ich frag mich langsam echt, was Kylie eigentlich nicht kann, aber Holiday versichert ihr ja andauernd, dass sie was ganz Besonderes ist...Und weil sie so nett und toll und besonders ist, hat sie natürlich auch ein Problem damit, schwarze Unterwäsche zu tragen. Was ist denn bitte verkehrt an schwarzen BHs?! Es muss doch echt nicht immer weiß oder rosa sein! Ach ja, in Band 2 erfährt man auch, dass Kylie nicht nur einen tollen Charakter hat, sondern auch superdupertoll aussieht. Während Della sich über zu wenig Oberweite beklagt und Miranda anscheinend kaum Arsch hat, stimmt bei Kylie alles und sie muss sich über nichts beschweren. Da hat die liebe Autorin des Buches doch echt eine Wonderwoman erschaffen...Obwohl Little Miss Perfect in diesem Band auch mal schlechte Laune hat und "eine Zicke ist". Was sie mir trotzdem nicht viel sympathischer macht, denn Kylie bemerkt das immer sofort und entschuldigt sich bei allen. Weil wenn Kylie nicht mit allen gut auskommen würde, wär das Buch ja nur halb so toll...
Gut, jetzt genug über Kylie gelästert und hin zu anderen Inhalten des Buchs. Es ist so halbwegs spannend. Zum einen hat Kylie einen neuen Geist, der immer wieder auftaucht und man möchte schon rausfinden, was der will und wen Kylie retten soll. Dann versucht Kylie noch, die Eltern ihres leiblichen Vaters zu finden, um herauszubekommen, zu welcher Art sie gehört. Und last but not least scheint irgendjemand das Camp zu beobachten, jemand, der eine Art dunkle Macht ausstrahlt. Dadurch kommt es immer wieder mal zu spannenden Szenen.
Nur leider nicht oft genug um zu sagen, dass das Buch einen fesselt. Total oft geht es mal wieder um die Liebe, was mir ja eigentlich echt nichts ausmacht! Aber das ist selbst mir ein bisschen zu viel. Lucas ist mit Fredericka abgehauen, was Kylie gar nicht passt (auch wenn ich nicht ganz verstehe, warum sie gleich davon ausgeht, dass die beiden jetzt zusammen sind) und auch seine Briefe können sie da nicht wirklich aufheitern, sie ist wütend auf ihn. Und aus ihrer Freundschaft mit Derek wird mehr, auch wenn sie noch nicht genau weiß, wie viel mehr sie eigentlich will. Beim Thema Jungs ist mir im Buch noch was aufgefallen: Warum sehen die alle so toll aus? So wie es scheint gibt es im Shadow Falls Camp niemand Hässlichen und das ist doch echt seltsam. Lucas und Derek sind ja eh die Hotties vom Dienst, aber selbst andere werden als total attraktiv und außerdem auch noch als besonders beschrieben. Und klar, wenn sie nicht zu "Kylies Jungs" gehören, stimmt aussehenstechnisch doch was nicht mit ihnen. Sie sind anscheinend trotzdem total heiß, aber haben ein Tick zu lange Haare und die Shirts sitzen nicht so perfekt. Und anscheinend ist es ja so, dass, wenn ein Kerl megaheiß aussieht, man unbedingt mit ihm zusammenkommen sollte, ist ja auch DAS Kriterium bei sowas schlechthin. Ist er ein Arsch oder sogar böse? Total egal! Meine Meinung dazu? Vollkommener Schwachsinn!
Was ich mich sonst noch so gefragt habe, als ich das Buch gelesen hab:
Essen die im Camp eigentlich nur Pizza? Ich les immer wieder von Pizza zum Abendessen, aber nie von was anderem.
Woran merkt man denn bitte, dass man genau 3 cm gewachsen ist?!
Und seit wann gibt es "nur Freunde" die sich küssen. Also nicht nur auf die Wange, sondern richtig.
Ich muss aber auch mal was Gutes zu dem Buch sagen. Einmal ist da die leicht ironische Schreibweise der Autorin. Es nervt mich zwar, dass Kylie als Hauptperson immer so nett und toll dargestellt wird, aber trotzdem ist ihre Sicht auf die Welt ganz cool. Und ich liebe es, wie die Autorin filmreife Klischee-Szenen ins Buch bringt, über die die Charaktere sich dann lustig machen^^
Und auch das Ende ist wirklich spannend geschrieben. Anders als im ersten Band wollte ich unbedingt wissen, wie es denn jetzt weitergeht.

Fazit


Im Großen und Ganzen ist "Shadow Falls Camp - Erwacht im Morgengrauen" wieder ganz in Ordnung. Die Schreibweise ist ganz witzig, nur nervt mich eben Kylie als Hauptperson. Aber gut, dafür gibt es genügend andere Charaktere, die ich mag :)
Wie schon beim ersten Band kann ich nur sagen, für Fans des Jugend-Fantasy-Genres kann ich das Buch nur empfehlen, weswegen ich 3 von 5 Sternen vergebe.

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