Dienstag, 3. Oktober 2017

Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe

Autor: Suzanne Collins
Verlag: Oetinger
Seiten: 431
Erscheinungsdatum: 19. Mai 2010
weitere Bücher des Autors: 
Die Gregor-Reihe (Gregor und die graue Prophezeihung, Gregor und der Schlüssel zur Macht, Gregor und der Spiegel der Wahrheit, Gregor und der Fluch des Unterlandes, Gregor und das Schwert des Kriegers), Die Tribute-von-Panem-Reihe (Tödliche Spiele, Gefährliche Liebe, Flammender Zorn)









Klappentext


Trotz ihrer glücklichen Rückkehr in ihre Heimat ist für Katniss und Peeta nichts mehr, wie es einmal war. Denn seitdem sie lieber zusammen in den Tod gegangen wären, als sich dem Willen des Kapitols zu beugen, haben sich die beiden den Zorn der Regierung zugezogen. Nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Familien schweben in großer Gefahr, dadurch dass Katniss dem Kapitol in aller Öffentlichkeit die Stirn geboten hat. Für viele in Panem ist sie dafür allerdings auch zu einer Heldin geworden, die für den Widerstand steht, und in einzelnen Distrikten kommt es bereits zu Aufständen. Doch Katniss' Sorge gilt vor allem denen, die sie liebt. Und dazu zählt für sie ganz sicher auch Gale. Doch als das Kapitol sie und Peeta tatsächlich wieder in die Arena schickt, gibt  es für Katniss nur ein Ziel: Peetas Leben zu retten. Auch wenn es ihr eigenes kosten sollte...

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Hach, wie ist es schön. Das war bestimmt auch damals, als der zweite Teil erschien, mein erster Gedanke, denn die roten Blätter mit den Tautropfen darauf vor dem Gesicht des Mädchens sehen einfach toll aus! Und es passt noch dazu zum ersten Band. Gut, die Gestaltung passt vielleicht nicht hundertpro zur Handlung, aber ich finde, dass es hier geht, irgendwie kann man sich hier in dem Gesicht schon Katniss vorstellen und die Blätter passen doch ganz gut zur Arena, die auch hier wieder eine wichtige Rolle spielt.
Was ich als kleines Extra noch ganz nett finde am Cover ist die Haptik, also dass nicht nur die Schrift, sondern auch das Auge und ein paar einzelne Tautropfen hervorgehoben sind. So etwas macht meiner Meinung nach das Cover noch ein wenig interessanter.

Zum Buch
Ihr könnt euch bestimmt denken, dass ich wieder ziemlich begeistert von dem Buch bin und ich könnte jetzt versuchen, ein wenig zurückhaltender zu schreiben, nicht ganz so überschwänglich zu sein... Aber ganz ehrlich? Das will ich nicht. Denn der zweite Teil der Panem-Reihe ist mein Liebling.
Fangen wir mal mit der Handlung an. Die knüpft nicht direkt an die Geschehnisse des ersten Bandes an, sondern finde erst etwa ein halbes Jahr danach statt, zur Tour der Sieger, auf die Katniss und Peeta geschickt werden. Ich habe schon manchmal gehört oder gelesen, dass jemand den zweiten Teil teilweise lang gezogen fand, aber auch wenn "Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe" nicht immer viel Action enthält, ist es doch spannend. Hier geht es auch ums Überleben, aber nicht dieses Arena-Überleben, wo man sich bis auf den Tod mit anderen Tributen bekämpft. Nein, hier ist es anders. Katniss wird direkt am Anfang mehr oder weniger direkt von Präsident Snow höchstpersönlich bedroht, das ganze Land ist in Aufruhr, nach ihrem rebellischen Akt während der letzten spiele und jetzt steht nicht nur ihr eigenes Überleben auf dem Spiel, sondern auch das ihrer Familie, ihrer Freunde. Und mitzuerleben, wie Katniss darauf reagiert, ist mindestens genauso spannend, wie die alljährlichen Hungerspiele. Es steht hier nicht mehr das "einfache" nackte Überleben im Zentrum, die Dimensionen werden größer. Der englische Titel "Catching Fire" passt da meiner Meinung nach perfekt. Und außerdem – und hier für jeden, der die Geschichte noch nicht kennt SPOILER ALARM – gibt es ja auch wieder Arena- Spannung. Zwar nimmt die nicht so viel Platz ein wie im ersten band, ist dafür aber noch krasser, blutiger, heftiger, actiongeladener.
Eine Sache, die ich in dem Teil auch besonders mag, ist die Liebesgeschichte. Sie steht zwar nicht so im Vordergrund wie bei anderen Jugendbüchern (ähem, Twilight), läuft stattdessen nur nebenher, ist aber dafür umso schöner. Gut, das unvermeidliche Liebesdreieck wird hier aufgebaut, aber es ist nicht so nervig und stressig. Ich mag es einfach, wie die Liebesgeschichte mit in die Handlung eingeflochten wird.
Was ebenfalls genauso fesselnd ist wie in Band 1, ist der Schreibstil. Die Dystopie lässt sich einfach super runterlesen durch die Art, wie Suzanne Collins sie geschrieben hat. Egal, ob es die Beschreibungen sind, die Dialoge oder Kampfszenen, die Autorin hat genau die richtige Art getroffen zu schreiben, dass ich einfach nur an den Seiten hänge - und das sogar bei mir, die ich das Buch schon wirklich viele Male durchgelesen habe! Sie beschreibt die Situationen so toll und bringt dabei nicht nur das Ernste super rüber, sondern erzählt auch mit leichtem Humor, mit sarkastischen Anmerkungen á la Katniss Everdeen.
Und das ist noch ein Grund, weshalb ich das Buch so mag, die Protagonistin. Denn Katniss ist auch hier nicht zum Gutmenschen geworden, der alles richtig macht. Sie trifft weiterhin falsche Entscheidungen, ist egoistisch. Aber kümmert sich eben auch sehr um das Wohlergehen der Menschen, die sie liebt. Man merkt ihr aber auch an, wie sie sich verändert, wie sie langsam begreift, was sie da eigentlich losgetreten hat. Doch auch hierauf reagiert sie nicht so ideal, wie es vielleicht andere Teenie-Protagonisten tun, sondern eher verwirrt, ablehnend. Und genau weil sie sich quasi selbst treu bleibt, ist Katniss mir immer noch unfassbar sympathisch.
Genau wie die meisten anderen Charaktere. Die Figuren, die hier eine bedeutendere Rolle spielen, sind schonmal viel mehr als im ersten Teil. Besonders wichtig sind natürlich Peeta und Gale. Und da haben wir schon das erste Gegensatzpaar, wobei ich beide auf ihre Weise sympathisch finde (ich aber Peeta natürlich viel lieber mag 😉). Peeta ist von allen Charakteren im Buch wohl der beste Mensch, aber selbst er ist nicht perfekt, hat Charakterzüge, die gegen ihn sprechen. Und Gale mag ich zwar nicht sooo besonders, aber er ist mutig und hat auf jeden Fall auch seine guten Seiten. Eine weitere wichtige Person ist Prim, Katniss' Schwester, um die sich in Teil 1 vieles dreht, die man da jedoch nicht so oft trifft. Hier ist das anders, denn dadurch, dass man viel Zeit quasi in Distrikt 12 verbringt, lernt man die kleine Prim kennen und sie stiehlt sich den Platz im Herzen einfach. Genau wie Haymitch, der mit seiner einzigartigen Art einfach zu Panem dazugehört. Wer jedoch zu meinen Lieblingen aufgestiegen ist, ist eine Figur, die man erst in diesem Band kennenlernt – Finnick Odair, ein Gewinnertribut aus den früheren Spielen. Er ist einfach genial (ich meine schon allein wie er Katniss Zucker anbietet ist herrlich) und doch kann man ihn nicht so einfach in eine Schublade packen.
Also, wie schon vorher gewarnt, habe ich nichts Schlechtes über den zweiten Teil der panem-Reihe zu sagen 😄

Mein Fazit


Geheimnisse, Rebellionen, Liebe, Spannung – in "Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe" ist das alles dabei und das ist einer der Gründe, weshalb ich einfach begeistert bin von dem Buch. Der Jugendroman konnte mich schon ein ums andere Mal, immer wieder, fesseln wegen seines Schreibstils und den Charakteren, die nicht so 0815 sind wie man es aus anderen Büchern des Genres kennt. Ich kann wirklich nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen, von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen!
Meine Challenges konnte ich auch weiterbearbeiten, denn mit dem Roman konnte ich für die Jahreszeiten-Challenge ein Buch lesen, auf dessen Cover ein Blatt oder Blätter zu sehen sind.

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