Donnerstag, 19. Oktober 2017

"Es" im Kino

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Es war ein Kinostart, dem ich ein bisschen entgegengehibbelt habe. Und letztes Wochenende habe ich es ins Kino geschafft, nachdem ich endlich, endlich jemanden gefunden habe, der keine Angst vor Clowns hat. Ich war ja auch am Überlegen, ob ich überhaupt ins Kino möchte, denn Horrorfilme sind für mich keine Filme der großen Leinwand, die schaue ich mir gerne eingemummelt in meine Decke zu Hause an. Aber die Kritiken waren so gut, dass ich den Film unbedingt sehen musste, bevor er auf DVD herauskommt oder im Fernsehen läuft.
Ich habe es auch nicht bereut!
"Es" ist die Neuverfilmung des Romanbestsellers von Stephen King. Es geht um eine Gruppe von Kindern aus der Kleinstadt Derry, die sich selbst "die Verlierer" nennen. Die Kinder sind allesamt Außenseiter, was sie aber wiederum miteinander verbindet. Als in kürzester Zeit einige Kinder aus Derry verschwinden und die Verlierer auch seltsame Ereignisse bemerken, wollen sie dem Ganzen ein Ende bereiten.
Als ich zum ersten Mal den Trailer zu "Es" gesehen habe, war ich ja schon ziemlich neugierig auf den Film. Dieser Horrorclown und die Gruppe von Kindern, die Jagd auf ihn machen...sehr cool. Und dann habe ich auch noch gesehen, dass Bill Skarsgard im Cast des Films ist, einer der Schauspieler, die ich sehr mag. Auch noch in der Rolle des creepy Clowns, was ich irgendwie passend fand, weil Skarsgard ja wirklich irre schauen kann^^
Na ja, ich war auf jeden Fall schon ziemlich angefixt und nachdem der Film so unglaublich gut ankam, so ziemlich jeder ihn gelobt hat, stand fest: Ich muss ihn auch sehen!
Und ich fand ihn auch richtig gut. Für einen Horrorfilm ist "Es" ja ziemlich lang, dauert über zwei Stunden, was wirklich ungewöhnlich ist. Da war ich ein wenig skeptisch. Aber: Man kann nicht sagen, dass "Es" nur ein Horrorstreifen ist. Nein, hier steckt viel mehr drin, der Film hat eine mega gute Story über Freunde und Mobbing, mit viel Witz und Humor. Wer einen Splatter oder "normalen" Horrorfilm sucht, wird also nicht fündig. Ich fand das so aber auf jeden Fall große Klasse, denn der Film kann richtig viel. Er ist gruselig und hat manchmal richtige Schock-Momente. Andererseits gibt es auch Szenen, bei denen in typischen Horrorfilmen ein Schocker eingebaut werden würde, aber nicht in "Es". Stattdessen wird in manchen Momenten bewusst Spannung aufgebaut, aber eben ohne den Schocker zum Schluss. Das macht es noch einmal interessanter. Sehr gruselig war natürlich auch Pennywise, der Clown. Woah, was soll man dazu auch sagen? Gruselclowns kennst ja jeder, aber Pennywise ist da nochmal was ganz anderes!
Aber wie schon gesagt ist der Film nicht nur gruselig. Er enthält auch einige witzige Momente, bei denen ich lachen musste. Oder einfach schöne Szenen, in denen man fast vergisst, welches Genre man sich da eigentlich ansieht. "Es" ist keiner dieser Horrorstreifen, in denen es prinzipiell düster ist, selbst wenn Tag ist. Hier ist die Stimmung nicht immer künstlich bedrückt und das macht die "dunklen" Szenen umso eindrucksvoller. Am Ende des Films hatte ich sogar Tränen in den Augen, weil es so unfassbar traurig wurde. Das hatte ich noch nie in einem Horrorfilm. Noch. Nie!
Wenn ich jetzt genauso vom Cast schwärmen würde, würde ich nie fertig werden. Lasst es mich so sagen: Der Cast ist toll. Nicht nur Bill Skarsgard, der in seiner Rolle als Pennywise wirklich unglaublich ist. Er erweckt den verrückten Clown wirklich zum Leben. Vor allem haben mich auch die Kinderstars überrascht. Sie sind alle so gut in ihren Rollen, machen ihre Sache so gut. Und sind nicht zehn Jahre älter, als die Figuren, die sie darstellen! Bei der Schauspieler für die Verlierer ist keiner älter als 15 Jahre und so wirkt es einfach viel authentischer, wie wenn man Zwanzigjährige in die Rollen gesteckt hätte.
Ihr sehr schon, ich komme aus dem Schwärmen für "Es" gar nicht mehr raus 🙈 Aber der Film ist auch wirklich gut, ist eine ungewöhnliche, aber dafür umso bessere Mischung aus Horror und Dramedy. Und wer sich den Film ansehen will, egal ob zum ersten oder zum zehnten Mal, dem will ich noch zwei Tipps geben:
1. Tu es! Schau dir den Film an, es lohnt sich!
2. Achte auf den Fernseher. Von Anfang an, denn wenn du darauf achtest, wirst du merken, dass man beim Drehen des Films unglaublich viele Details beachtet hat.

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