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Paper Towns

Autor: John Green
Verlag: Bloomsbury UK
Seiten: 305
Erscheinungsdatum: 19. Dezember 2013
weitere Bücher des Autors: 
Eine wie Alaska, Die erste Liebe, Margos Spuren, Will & Will, Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Tage wie diese, Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken











Klappentext


Quentin Jacobsen has always loved Margo from afar. So when she climbs through his window to summon him on an all-night road trip of revenge he cannot help but follow. But the next morning, Q turns up at school and Margo doesn't. She's left clues to her disappearance, like a trail of breadcrumbs for Q to follow.

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Okay, ich muss mal wieder in Cover-Fangirling ausbrechen, aber mal ehrlich, ist dieses Cover nicht einfach wunderschön? Ich meine wirklich und unbestreitbar. Von "Paper Towns" gibt es ja inzwischen mehrere Ausgaben, die 'Normale' ist glaube ich die, mit der Stecknadel auf einer Karte, Aber ich bin immens froh, diese hier zu besitzen, mit der weißen Stadt vor dem blauen Nachthimmel und dem roten Titel. Besonders dass man jeden Buchstaben und auch die Wolken, Häuser sowie den Papierflieger spüren kann, gefällt mir sehr.

Zum Buch 
Zu meinem letzten Geburtstag habe ich – im Vergleich zu den letzten Jahren – viele Bücher bekommen. Was wahrscheinlich daran liegt, dass mich Freunde gefragt haben, was sie mir schenken sollen und ich dann gesagt habe, mit einem Buch machen sie nichts falsch und jeweils Buchlisten für jeden von ihnen angefertigt habe. "Paper Towns" stand auf keiner dieser Listen, einfach weil ich davon eine schöne Ausgabe wollte, und umso mehr habe ich mich gefreut, dass eine andere Freundin mir das Buch in dieser unglaublich schönen Ausgabe geschenkt hat. Außerdem war es echt gut, dass ich es auf keiner anderen Liste hatte, sonst hätte es ein Problem geben können 😅
So habe ich mich auf dieses Buch gefreut und hatte auch vor, es bald zu lesen. Vor einiger Zeit hatte ich nämlich Ausschnitte der Verfilmung dazu gesehen und dachte mir, ich könnte mir diese dann mal ganz ansehen. Aber eben erst nachdem ich das Buch gelesen hatte.
Ganz grob geht es in dem Jugendroman um folgendes: Quentin (auch Q genannt) ist in seinem letzten Schuljahr. Wenige Wochen vor dem Abschluss bekommt er nächtlichen Besuch, nämlich von Margo, seiner gleichaltrigen Nachbarin, in die er schon seit Jahren verliebt ist. Sie fordert ihn auf, mit ihr auf eine Art Rachetour zu gehen und Q willigt ein. Am Morgen nach diesem für ihn unglaublichen Abenteuer ist Margo verschwunden und sie taucht auch in den Tagen darauf nicht mehr auf. Allerdings hat sie Q Hinweise hinterlassen und so macht er sich daran, den einzelnen Brotkrumen nachzugehen und Margo zu finden.
Die Geschichte gliedert sich in drei Teile. Einer, in dem es vorwiegend um die Nacht geht, die Quentin und Margo miteinander verbringen, einer, der sich viel mit Margos Verschwinden und den Anfängen der Suche nach ihr beschäftigt und dann der letzte, in dem die Suche in ihre finale Phase geht. An sich auf jeden Fall ein spannender Handlungsaufbau und es gab nicht viele Stellen, die sich für mich zogen. Stattdessen bin ich recht schnell mit dem Buch fertig geworden und hatte auch das Gefühl, ein schönes Ende vor mir zu haben, das nicht zu gewollt wirkte oder zu kitschig. Eher mal wie etwas anderes, vielleicht sogar unerwartet.
Auch der Schreibstil hat mich überzeugen können. "Paper Towns" ist erst mein zweites Buch von John Green und das erste, das ich im Original lese, und ich muss schon sagen, der Autor hat es drauf. Er hat es irgendwie geschafft, auf seine ganz eigene Art literarisch schön und leicht poetisch zu schreiben und trotzdem sowohl leicht lesbar zu sein als auch einigermaßen authentisch zu bleiben, was den Jugendlichkeitsfaktor des Buches betrifft. Eine Gratwanderung, die nicht viele Autoren meistern. Mir hat hier besonders der kleine Ausflug in die Lyrik gefallen, indem des Öfteren Stellen auf Walt Whitmans "Leaves of Grass" zitiert wurden.
Wer jetzt denkt, in "Paper Towns" würde nur ernst und hochgestochen dahergeredet werden, irrt sich. Denn oft sind die Dialoge zwischen den Charakteren, vor allem, wenn sie zwischen Q, Ben und Radar stattfinden, herrlich komisch. Und manchmal sogar verblüffend trivial, zum Beispiel wenn sie sich gegenseitig aufziehen. An der ein oder anderen Stelle musste ich lauthals loslachen, weil der Autor es geschafft hatte, eine komische Situation so perfekt einzufangen und im richtigen Moment den richtigen Kommentar abzulassen.
Für mich allerdings ein Minuspunkt waren die Protagonisten Quentin und Margo. Nicht mal unbedingt, weil sie so schlecht ausgearbeitet gewesen wären, das ist schonmal nicht der Fall, aber beide waren mir nicht unbedingt sympathisch. Bei Margo ging es eigentlich, sie ist dieses Mysterium von einem Mädchen, das man bis zum Ende nicht recht versteht und manche ihrer Gedanken fand ich schön und vor allem gut verständlich. Aber Quentin...Aaaargh, Quentin! An manchen Stellen war er okay. Da war er (fast) ein normaler Teenager, der sich mit seinen beiden besten Freunden Ben und Radar trifft, mit ihnen für Teenager ganz normale Themen bespricht. Aber den Großteil der Zeit über ist er wie besessen von Margo. Und ja, garantiert ist es nicht einfach, wenn das Mädchen, das du seit du denken kannst, bewunderst, plötzlich verschwindet, vor allem nach einer so erlebnisreichen Nacht wie der, die Q mit Margo erlebt hat. Doch er hängt sich da eben total dran auf, denkt nur noch – wirklich nur noch – an Margo und wie er sie finden kann und gibt dabei einen Scheiß auf alles andere. Wird sogar wütend, sobald einer seiner Freunde mal nicht mit ihm über Margo reden möchte oder nicht sofort springt, wenn er etwas in der Richtung unternehmen will. Also wie schon gesagt, er kam mir unglaublich besessen vor.
Die anderen Charaktere hingegen fand ich super. John Green hat es wirklich sehr gut hinbekommen, auch die weniger wichtigen Figuren wie Ben, Radar, Lacey oder Quentins Eltern schön zu zeichnen, sodass ich sie mir richtig vorstellen konnte. Und dabei waren sie mir alle auf ihre Weise sympathisch. Nur mit Q bin ich echt nicht warm geworden.

Mein Fazit


Alles in allem hat mir das Buch aber auf alle Fälle gefallen. Es war nicht immer zu hundert Prozent spannend und besonders Quentin konnte ich leider nicht so recht leiden, aber vor allem John Greens einzigartiger Schreibstil haben das für mich wieder rausgehauen und mich davon überzeugt, dieses Buch zu mögen. 4 von 5 Sternen gibt es deshalb von mir! ⭐️
Weil das Buch so unglaublich schön aussieht, würde ich es außerdem auch verschenken (so wie es mir geschenkt wurde) und so ist die Aufgabe der Jahreszeiten Challenge geschafft, ein Buch zu lesen, das ich verschenken würde.

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