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"Call me by your name" der Film


Wie lange ich gebraucht habe, um diesen Film hier zu schauen, ist wirklich beachtlich! Letztes Jahr habe ich mir die DVD gekauft (ja, ich kaufe tatsächlich noch manchmal DVDs 😅) und mir fest vorgenommen, sie bald anzusehen. Da war ich auch wirklich neugierig auf diesen Film, der so viele guten Kritiken – und zudem noch einen Oscar – erhalten hat. Trotzdem hat es bis zu einem Filmabend mit einer Freundin gedauert, bis ich es endlich geschafft habe. Wahrscheinlich, weil ich bis dahin immer wieder andere Serien oder Filme angesehen hatte, die mich zu dem Zeitpunkt stärker anfixten^^
Nun gut, jetzt ist der Film ja zum Glück endlich geschaut und ich konnte mir selbst ein Urteil von ihm bilden, nachdem ich schon so viel (vor allem Gutes) über ihn gehört hatte. Aber worum geht es hier eigentlich: "Call Me By Your Name" ist die Geschichte des jungen Elio, der mit seinen Eltern den Sommer in Italien verbringt. Dort lernt er Oliver kennen, einen Amerikaner, der Elios Vater bei seinen Forschungsarbeiten hilft. Zwischen den beiden entwickelt sich zuerst eine Freundschaft, aus der zunehmend mehr wir.
So, viel mehr will ich gar nicht verraten. Ich finde, man braucht ein wenig, um mit diesem Film warm zu werden. Die Geschichte an sich ist wunderschön, keine Frage. Sie erzählt von Liebe in unterschiedlichster Form und hat mich verzaubert. Auch die Schauspieler sind große Klasse. Timothée Chalamet ist ja wirklich hinreißend und Armie Hammer mag ich, seit ich ihn in "Codename U.N.C.L.E." gesehen habe. Nein, es ist eher die Art und Weise des Films, die etwas gewöhnungsbedürftig ist. Manchmal war ich wirklich verwirrt, weil immer wieder der Mandarinenbaum gezeigt wurde und zwar nur dieser. Oder die Kamera bei einem Gespräch auf den Knien der Gesprächspartner blieb. Es war ganz einfach ungewöhnlich und so ziemlich alles, was der Mensch nicht kennt, mag er erstmal nicht. Deswegen frage ich mich anfangs auch, was ich mir da nur für einen Film gekauft hatte. Doch zum Ende hin war die Kameraarbeit eher zweitrangig für mich, weil die Geschichte so schön war. Da hat es eher zum Besonderen, weil sie experimentell ist.
Komplett überzeugen konnte mich "Call Me By Your Name" nicht, aber es ist nicht so wie bei anderen Oscar-Filmen, die ich entweder liebe ("La La Land" und "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri") oder gar nicht leiden kann ("Shape of Water"). Ich mochte den Film mit seiner süßen, ganz eigenen Art. Ich mochte das Ende, dass die Geschichte so undramatisch war, welche Sicht man durch ihn auf das Thema Liebe bekommt. Deswegen empfehle ich ihn hiermit weiter 😄

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