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Sierra Burgess is a Loser

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Vor Kurzem bin ich auf "Sierra Burgess is a Loser" auf Netflix gestoßen und war zudem noch in der richtigen Stimmung für diesen Teenie-Film. Er hörte sich einerseits an wie eine klischeehafte Geschichte á la "Mädchen denkt, Mauerblümchen zu sein und kommt letztendlich mit dem coolen Jungen zusammen" an, aber mit dem interessanten Twist, ein dickeres Mädchen als Protagonistin zu haben. Etwas, das so langsam in Filmen und Serien ankommt, ganz allgemein Diversität, und was ich wirklich super finde. Deswegen war ich gespannt, wie es hier umgesetzt würde.
Und war leider etwas enttäuscht. Aber da komme ich gleich drauf, denn erst einmal werde ich kurz etwas zum Inhalt sagen. Es geht um Sierra, Teenie, Außenseiter an der Schule (bis auf ihren besten Freund Dan) und übergewichtig. Ihr Leben ist eigentlich recht langweilig, jedenfalls bis das It-Girl Veronica Jamey Sierras Nummer gibt, weil sie selbst keine Lust hat, mit Jamey zu schreiben. Was dazu führt, dass Jamey Sierra schreibt und denkt, er würde Veronica schreiben. Während Sierra ganz und gar keine Ahnung hat, was gerade eigentlich passiert, die Situation letztendlich aber ganz nett findet, da Jamey schließlich wirklich attraktiv ist. Bis sie herausfindet, mit wem er denkt zu schreiben. Sie sollte ihm die Wahrheit sagen. Wirklich. Blöderweise hat sie sich schon in Jamey verliebt und ist der Auffassung, er würde sie, Sierra, wegen ihres Äußeren nicht ebenfalls mögen können. Und so wird die gesamte Situation komplizierter und komplizierter.
Dass das Ganze in einem riesigen Drama endet, muss ich wohl nicht extra dazusagen. Denn natürlich führt diese Geheimniskrämerei nicht direkt zum Happy End, sondern erst über Umwege und Streitereien. Was ich nicht mal so schlimm fand, immerhin handelt es sich immer noch um eine Teenie-RomCom. Auch wenn mich "Sierra Burgess is a Loser" nicht so wirklich mitgenommen hat. Weder musste ich lachen, noch war ich mal emotional ergriffen. Es ist ein Film, den man schön einfach mal so schauen kann, ganz leicht und seicht. Was nicht schlimm wäre, würde er nicht mehr sein wollen beziehungsweise die Erwartungen höher ansetzen. Was schonmal ein Grund für meine Enttäuschung ist. Der Zweite ist, dass ich die Thematik Körperbild von Vornherein falsch angefasst finde und sich das einfach durch den gesamten Film zieht. Das beginnt damit, dass Sierra in die Außenseiterrolle gedrängt scheint. Und die Begründung ist: Sie ist dick. Mehr nicht. Sie ist ein Freak, weil sie dick ist. Bei mir kam es so an, als wäre das der einzige Grund und diese Botschaft finde ich schonmal grundlegend falsch. Und auch über die Laufzeit des Films hinweg gab es immer wieder Kleinigkeiten zu dem Thema, die wir einfach aufgestoßen sind.
Was mir hingegen recht gut gefallen hat, war Veronicas Persönlichkeit. Anfangs wollte ich sie als die Bitch des Films abstempeln. Doch dann lernt man sie besser kennen, erfährt mehr über ihre Vergangenheit, ihre Hintergründe, und das macht sie zu einem facettenreichen Charakter, der für mich zum Liebling in diesem Film wurde. Überhaupt hat mir gefallen, dass es eigentlich niemanden gab, der "böse" war. Es handelt sich einfach um Jugendliche, mit ihren guten wie auch schlechten Seiten.
Ihr seht also, "Sierra Burgess is a Loser" hat mich zwar etwas enttäuscht zurückgelassen, doch das vor allem, weil der Film mehr verspricht und das nicht halten kann. Deswegen ist er nicht schlecht, aber doch ein ganzes Stück seichter als angenommen. So habe ich den Film eben gerne mal zwischendurch angesehen.

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