Freitag, 12. Februar 2016

Die Chroniken des Magnus Bane

Klappentext


Der schillernde Oberste Hexenmeister von Brooklyn hat ein ereignisreiches Leben hinter sich. Sei es die Französische Revolution in Paris oder der Börsencrash von New York - Magnus Bane war immer dabei und hatte seine funkensprühenden Finger im Spiel. Keine Frage, dass es dabei auch manchmal riskant wird. Wer ewig lebt, muss sich schließlich die Zeit vertreiben, und wenn ihm eine Situation doch mal zu heiß wird, hilft jederzeit der alles verhüllende Zauberglanz. 

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Zur Gestaltung kann ich diesmal nicht so viel sagen, da ich das Buch von einer Cousine ausgeliehen habe - und das ohne den Umschlag! Im Internet findet man dann natürlich Bilder des (gesamten) Buches und man kann sehen, dass es gut zu der "Chroniken der Unterwelt"-Reihe passt, auf die es ja auch anspielt. Magnus Bane ist ja eine Nebenfigur da und weil er so toll ist und er auch schon sehr alt ist und damit viele Abenteuer erlebt hat, hat sich die Autorin anscheinend entschlossen, ihm ein ganzes Buch zu widmen.
Das Buch ist jedoch kein ganz normales Buch mit Kapiteln und so weiter, sondern ist in mehrere Kurzgeschichten unterteilt (wobei Kurzgeschichten nicht ganz stimmt, jede Geschichte an sich hat so 50/60 Seiten).

Zum Buch
Ganz allgemein: Ich mag das Buch. Gut, es fehlt ein bisschen an Spannung, aber dafür ist es witzig und ich mag Magnus, seinen ganz eigenen Humor und den Schreibstil, der Magnus irgendwie repräsentiert. Außerdem erfährt man hier einiges über Magnus' bisheriges Leben, was echt interessant ist, und wie es mit den Handlungen in City of Bones und Co. zusammenhängt. Andauernd kommen Charaktere vor, die man kennt :)
So, dann zu den einzelnen Geschichten: Die ersten fand ich noch nicht so gut, zwar schon interessant und witzig, aber sonst eher so lala. Mich hat es wohl einfach nicht so ganz interessiert, was Magnus in Peru oder während der Französischen Revolution gemacht hat, und es gibt hier auch so gut wie keine Verbindungen zu den "Chroniken der Unterwelt"-Büchern, die ich ja gelesen habe. Außerdem spielen diese Geschichten auch ein paar hundert Jahre in der Vergangenheit. Dann wird es langsam interessanter, Schattenjäger kommen ins Spiel, deren Nachnamen man vor allem kennt. Ist ja klar, dass hier Herondales besonders in den Vordergrund gerückt werden müssen und dass dieser eine unglaublich und überdurchschnittlich gut aussehen muss. Kann ja nichts ein, dass irgendein Vorfahr von Jace etwas anderes als toll aussieht :/
Es kommen auch Bezüge zur "Clockwork"-Reihe, die ich zwar nicht gelesen habe, was es aber für mich nicht uninteressanter zu lesen macht, da die Reihe ja anscheinend mit den "Chroniken" zusammenhängt. Auch Camille taucht das ein oder andere Mal in den Geschichten auf. Sie wird sogar überdurchschnittlich oft erwähnt, manches wird wirklich x-mal wiederholt und das nur, weil sie auch in den "Chroniken" vorkommt. Das hat mich dann schon auch genervt...
Am Ende sind dann Erzählungen, die direkt mit der aktuellen Handlung der "Chroniken der Unterwelt"-Reihe zusammenhängen. Also mehr oder weniger direkt. Zum Beispiel, der Krieg, der durch Valentin ausgelöst wurde (Hier kommt dann leider auch mal Clary vor, was mich schon wieder tierisch genervt hat, weil sie selbst als Kleinkind ja so besonders ist und sie ist auch klein für ihr Alter, was man ja bei Zweijährigen auch schon sagen kann. Ehrlich mal, ich bin auch sehr klein und war noch in der Grundschule ganz normal groß, was für ein Quatsch ist das bitte zu sagen, kleine Leute seien schon im Kleinkindalter klein?!). Und auch Alec kommt hier vor, was ich aber eigentlich ganz schön finde, weil es mega süß ist, zu erfahren, wie sich das mit ihm und Magnus eigentlich entwickelt hat :)
Meine absoluten Lieblingsgeschichte ist hier aber "Die Rettung Raphael Santiagos". Wer die "Chroniken" kennt, weiß natürlich, wer Raphael ist und der ein oder andere wird sich hier fragen, warum denn genau die Geschichte so toll sein soll. Ja, ich weiß, Raphael ist ein kleiner Arschloch-Vampir und nicht gerade einer von den Guten, aber ich mochte ihn schon immer irgendwie, vielleicht genau weil er nicht so meganett ist! Und in dieser einen Geschichte geht es eben nur um Raphael (und Magnus) und das Geplänkel zwischen den beiden ist herrlich, ich musste dauernd lachen, können die beiden nicht Clary und Jace ersetzen?^^ Nur als kleine Kostprobe ein Originalzitat Raphael über Magnus:
"Also bitte! Er zieht sich an wie ein Irrer, benimmt sich wie ein Narr und macht schlechtere Witze als der Typ, den die Leute jeden Samstag vor dem Dew Drop mit faulen Eiern bewerfen."
Ja, Raphael ist einfach toll xD
Noch ein kleiner Makel, der mir zum Buch einfällt: Dass das Buch in Kurzgeschichten unterteilt ist, finde ich ja ganz praktisch, aber irgendwie fehlen mir hier Kapitel, andauernd musste ich mir selbst Stellen suchen, an denen ich das Lesen unterbrechen konnte und die dann auch nicht ganz so gut zum Unterbrechen waren, einfach weil die Geschichten jeweils so lang sind. Das ist dann wieder nicht ganz so praktisch, aber ich bin auch einfach kein Fan von langen Kapiteln (und mit langen Kapiteln meine ich welche, die über 20 Seiten gehen).

Fazit


Und was halte ich jetzt von "Die Chroniken des Magnus Bane" von Cassandra Clare? Also alles in allem fand ich das Buch sehr interessant, es hat mir einige Background-Informationen gebracht und die Hauptperson war mir sehr viel sympathischer als gewisse Hauptpersonen aus anderen Büchern der Autorin (*hust* Clary und Jace *hust*). Wer also "Chroniken der Unterwelt" sehr mag oder aber ein Fan von Magnus Bane ist, sollte das Buch lesen, deswegen bekommt es von mir 3,5 von 5 Sternen :)

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