Dienstag, 12. Juli 2016

Mad Max: Fury Road

Wow. Ich kann nur sagen: Wow. Ich hatte ja nie nie nie gedacht, dass ich "Mad Max: Fury Road" mal ansehen, geschweige denn mögen würde, aber so ist es. Der Film ist echt unglaublich!
Okay, mal von Anfang an: Die Trailer zum Film hab ich ja gesehen, aber, na ja, es sah eben sehr nach viel Geballer und wenig Story aus, nach etwas, das ich eigentlich gar nicht mag. Diese typischen Männer-Filme, die nur so mit Testosteron vollgepumpt sind und bei denen halt nur herumgeballert wird, krasse Autos gefahren werden und Männer-Witze gerissen werden. So ein Film ist das, dachte ich. Und dann seh ich eher zufällig mal die erste halbe Stunde, weil ich bei einer Studie an der Uni mitgemacht habe, und ich saß im Raum, total geschockt vom Film, weil er einfach so krass ist! Man stellt sich tausend Fragen, weil alles so seltsam ist und unwirklich und manchmal denkt man nur: "What the fuck? Was soll das?!" Wenn die Verrückten vom Dienst im Film in die Schlacht ziehen und auf einem der Mega-Monster-Trucks die Privatband spielt, ist das wohl das beste Beispiel dafür^^

Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass ich gleich eine Freundin gefragt habe, ob ich mir den Film von ihr leihen könnte. Tadaaaa, da wären wir! Film geschaut und noch überrascht als vorher. Denn nichts da mit viel Geballer und null Story, nichts da mit Testosteronbombe. Wie sagt man so schön, der Film hat Tiefgang. Und eine gehörige Menge Frauenpower!
Um was geht es eigentlich ganz genau? Das Ganze spielt in der Zukunft, in der die Welt eine Wüste ist und fruchtbarer Boden und Wasser eine Rarität. Max kämpft sich alleine durch diese Wüste, ihm geht es nur ums Überleben, doch dann wird er gefangen genommen von Immortan Joe, dem Herrscher über ein Gebiet, in dem man noch einigermaßen gut leben kann. Er bildet die Männer schon von klein auf zu Kriegern aus und die Mädchen werden zu Brutmaschinen beziehungsweise Lieferanten für Muttermilch. Hört sich einfach nur komplett seltsam an? Auf jeden Fall! Vor allem, weil Joe total an Darth Vader erinnert mit seiner Atmungsmaschine und seinem Getue. Gleichzeitig soll Imperator Furiosa, eine des Gefolges von Immortan Joe, eigentlich Fracht wegbringen, doch sie fährt vom Weg weg, weil sie eigentlich etwas komplett anderes im Sinn hat, und flieht.
So beginnt eine Jagd durch die Wüste, in der es zwar auch viel um die Effekte geht, mit vielen Explosionen und so weiter, aber auch die Story und die Charaktere total gut wegkommen. Es geht sehr stark um Hoffnung oder eben Hoffnungslosigkeit und wofür es sich zu sterben lohnt. Die sechs Oscars für Kostümdesign, Schnitt, Make-up und Frisuren, Szenenbild, Tonschnitt und Ton hat "Mad Max: Fury Road" natürlich auch verdient. Alles hat total zueinander gepasst, war ein bisschen verrückt, aber wenn der Film schon Mad Max heißt...
Mich hat er jedenfalls echt überrascht, ich hätte nie so einen auf gute Weise krassen Film erwartet!

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