Freitag, 10. Februar 2017

Der Hobbit - Smaugs Einöde


Ich weiß noch, wie ich mich auf den zweiten Teil der "Hobbit"-Reihe gefreut habe, als er in die Kinos kam. Das war eins dieser jährlichen Kino-Events, auf die man schon seit langem hinfiebert, zu denen man alle möglichen Trailer gesehen hat und so weiter. Ich muss auch sagen, "Der Hobbit - Smaugs Einöde" hat mir von der Reihe am besten gefallen, denn der Teil ist abwechslungsreich und spannend und auch wieder witzig.
Die Handlung ist wieder um einiges umfangreicher, als man es bei so einer Buchvorlage erwarten würde: Bilbo, Gandalf und die Zwerge sind gerade den Orks entkommen und nun ist der Berg Erebor schon in Sicht, aber die Reise ist noch lange nicht vorbei. Die Orks haben sie nicht wirklich abgehängt, werden immer noch verfolgt, und um rechtzeitig am Berg anzukommen, müssen sie durch den Düsterwald und auch die Seestadt durchqueren, bis sie endlich an ihrem Ziel ankommen, wo der Drache Smaug schon auf sie wartet.
Wenn man sich den Titel des Films anschaut, könnte man denken, sein Großteil beschäftigt sich mit Smaug, aber so ist es gar nicht. Erst im letzten Drittel, wenn nicht sogar Viertel, kommt Smaug zum ersten Mal richtig vor. Davor steht wie schon gesagt die Reise wieder im Mittelpunkt und da wurde im Vergleich zum Buch einiges verändert, aber wie ich finde nur in guter Weise. Statt nämlich Handlung wegzuschneiden oder sogar Charaktere wegzulassen, wurde hier eher Handlung hinzugefügt. Die Zeit der Reisegesellschaft im Düsterwald dauert nicht annähernd so lange, die Elben kommen im Buch kaum vor. Hier haben sie eine viel größere Rolle und auch da gibt es wieder ein paar Anspielungen zu "Der Herr der Ringe", denn nicht nur der Elbenkönig Tranduil hat ein paar Szenen im Film, auch Legolas hat eine Rolle bekommen und zwar keine allzu kleine. Was mich als Legolas-Fan umso mehr gefreut hat 😄
Sehr interessant finde ich die Tatsache, dass eine komplett neue Person für die Filme erfunden wurde, die Elbin Tauriel. So kriegt der Film auch noch eine Prise Frauenpower und eine kleine Liebesgeschichte kann sich entwickeln.
Wer in Teil 2 noch neu dazukommt, sind die Bewohner der Seestadt, allen voran Bard, gespielt von Luke Evans. Den Schauspieler kannte ich schon aus "Die drei Musketiere" und auch hier in "Der Hobbit - Smaugs Einöde" hat er eine absolut coole Rolle. Sehr witzig finde ich den Fact, dass Bard in den Büchern nur mal kurz erwähnt wird und zwar als Mann aus der Seestadt mit grimmigem Gesicht^^
Auch Gandalf, der sich kurzzeitig von den Zwergen getrennt hat, hat seinen eigenen Handlungsstrang, auch wenn er nicht ganz so oft vorkommt. Er geht nämlich den düsteren Geschehnissen nach, die in den Ruinen von Dol Guldur vor sich gehen.
Wie schon gesagt spielt Smaug im Film gar keine ganz so große Rolle, was aber auch nicht weiter schlimm ist, wie ich finde, denn hätte man das weiter ausgedehnt, wäre es wahrscheinlich ein bisschen langweilig geworden. So ist das Gespräch zwischen Smaug und Bilbo einfach einmalig und auch der Kampf danach...wirklich mega gut gemacht! Überhaupt fehlt es dem Film kein bisschen an Action. Ob gegen Spinnen oder Orks gekämpft wird, in der Stadt oder in Fässern, alles mögliche kommt vor und die Köpfungsrate ist wirklich hoch. Ehrlich, ab einem gewissen Zeitpunkt schien es den Regisseuren Spaß zu machen, die Gegner zu köpfen. Aber auch sonst ist der Film grandios. Es ist zum Beispiel echt interessant zu sehen, wie der Ring Bilbo schon jetzt verändert und die Musik ist wieder der Hammer. Vor allem "I see Fire" von Ed Sheeran, das zwar erst im Abspann gespielt wird, mag ich unglaublich gerne und hör es mir immer noch gern an.
Also wie schon gesagt, den zweiten Teil finde ich nochmal etwas besser als den ersten, deswegen lohnt es sich sehr, sich ihn anzuschauen 😊

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen