Montag, 13. Februar 2017

Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere


Das war er also, de letzte Teil der "Hobbit"-Reihe, "Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere" und damit auch erstmal der letzte Film, den es aus dem Mittelerde-Universum im Kino zu sehen gab. Er ist auf jeden Fall ein würdiger Abschluss, auch wenn er meiner Meinung nach nicht ganz an den ersten und erst recht nicht an den zweiten Teil heranreichen kann.
Es geht direkt da weiter, wo "Smaugs Einöde" aufgehört hat: Die Zwerge haben den Drachen Smaug zwar aus dem Erebor vertreiben können, doch nun ist er wütend und hält auf die Seestadt zu, will sie zerstören. Derweil ist Gandalf immer noch ein Gefangener in Dol Guldur, von Sauron besiegt, der auch noch sein Ork-Heer schickt, den einsamen Berg zu erobern. Überhaupt sammeln sich nun die Heere am Berg und ein Kampf bricht los.
So viel also zur Handlung. Ich muss sagen, als ich den Film das erste Mal gesehen habe, war ich ziemlich verwundert und auch ein kleines bisschen enttäuscht, dass Smaug so schnell abgehandelt wird. Ich hab extra mal nachgeschaut und nach nicht mal 15 Minuten ist der Drache Geschichte, wegen dem vorher so viel gezittert wird. Es gibt zwar einen Kampf, aber schöne Smaug-Momente gibt es leider nicht. Der Fokus des Films liegt eindeutig woanders, nämlich auf den Folgen der Eroberung Erebors, vor allem die Schlacht um das wiedergewonnene Königreich. Die wird meiner Meinung nach etwas zu sehr ausgetreten. Immer wieder tauchen neue Kämpfer auf, wird etwas Neues mit ins Spiel gebracht, und auch wenn es visuell eindeutig viel hermacht, war es mir ein bisschen too much.
Was auch noch wichtig in "Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere" ist, ist der Wandel, den Thorin durchmacht. Auf dem Schatz im Erebor liegt nämlich eine Krankheit, die sich auf ihn überträgt und ihn gierig und misstrauisch werden lässt. Thorin ist besessen davon, den Arkenstein - das Herrschersymbol der Zwerge - zu finden, ist nicht gewillt, den Menschen aus der Seestadt den ihnen gehörenden Anteil am Schatz abzugeben und verdächtigt zuletzt sogar noch seine Zwergenfreunde, ihn zu bestehlen. Es ist schon krass, diesen wandel bei ihm zu beobachten, vor allem, da er zwischendurch auch mal nette Momente hat, aber insgesamt machte es mir Thorin nicht sympathischer...
Was mich am meisten an dem Film gestört hat, sind die manchmal viel zu dramatisch inszenierten Szenen. Wenn etwas Schlimmes passiert, wird das in Zeitlupe gezeigt, der Ton verändert sich, es gibt Nahaufnahmen en masse. Das war mir dann auch wieder zu viel,total übertrieben. So gern ich die Filme auch habe, aber etwas weniger Drama hätte es manchmal auch getan. Denn "Die Schlacht der fünf Heere" ist ja spannend, keine Frage. Denn selbst wenn man den grundlegenden Ausgang wegen der "Herr der Ringe"-Trilogie kennt, gibt es noch Überraschungen und die Geschichte an sich ist sowieso mega.
Gefallen hat mir besonders das Ende. Es war schon irgendwie unwirklich, wie Bilbo wieder in seinen Alltag zurückkehrt und wahrscheinlich auch gerade deswegen so grandios, sowohl passend als Abschluss der "Hobbit"-Reihe, als auch als Übergang zu den Sequels 😄

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