Montag, 4. April 2016

"Die Bestimmung - Allegiant" im Kino!

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So, gestern war es so weit: Ich war im Kino in "Die Bestimmung - Allegiant", der Verfilmung des dritten Teils der Reihe von Veronica Roth. Also zumindest der erste Teil davon, denn natürlich musste aus dem letzten Buch wieder zwei Filme rausgeholt werden. Meiner Meinung nach vollkommen unnötig, aber na ja, dazu gleich mehr.
Worum geht es hier überhaupt? In den vorherigen Büchern und Filmen geht es darum, wie Tris in einer Stadt lebt, die menschen eingeteilt in fünf Fraktionen, sie selbst eine Unbestimmte, weil sie in keine der Fraktionen richtig zu passen scheint. Die Fraktionen führten Krieg, das System löste sich auf und eine Wahrheit kam ans Licht. Die Menschen in der Stadt sind nicht alleine, hinter dem Zaun, der sie umgibt, leben Menschen, die die Stadt und die Fraktionen darin als Experiment angelegt haben. Hier geht es weiter. Tris und ihr Freund Four wollen hinter den Zaun und herausfinden, was dort ist.
Erstmal zu den vorherigen Filmen. Teil 1 war ja richtig gut verfilmt. Man hat sich weitestgehend an das Buch gehalten, die Schauspieler waren eigentlich alle gut gecastet, es war spannend und so weiter. Dann kam der zweite Teil und der hat mich schon enttäuscht. Die Darsteller waren immer noch gut, aber es wurde so viel abgeändert, eigentlich blieb nur die Grundidee vom Film plus noch ein paar Ideen aus den Büchern, die dem Regisseur und Co. wohl gut gefallen haben. Na ja, den dritten teil konnte man trotzdem noch problemlos dranhängen, also keine Vollkatastrophe. Und jetzt der dritte Teil...
Mein erstes Problem mit dem Film: das Aufsplitten. Warum bitte wurde "Die Bestimmung - Letzte Entscheidung" in zwei Teile gesplittet? Im Vergleich zu den ersten zwei Büchern ist das Dritte ziemlich aktionslos, da braucht man das wirklich nicht! Ja, klar, den letzten Film aufzuteilen liegt gerade voll im Trend und man verdient mehr Geld, aber hier ist es einfach nur unnötig! Die Handlung streckt sich dadurch. Gut, viel von der eigentlichen Handlung ist ja sowieso nicht übrig. Hier wurde irgendwie alles verdreht, kaum noch was ist wie im Buch, da passt "Based on the novel by Veronica Roth" ganz gut, denn mehr als auf dem Buch basieren tut dieser Film nicht. Das Ende ist auch ziemlich komisch. Wenn man vom Buch ausgeht, würde danach kaum noch etwas passieren, also keine Ahnung, was die Filmleutchen sich da noch werden einfallen lassen, um nochmal zwei Stunden zu füllen. Ich kann mir nicht mal mehr eine Stunde vorstellen!
Das nächste Problem hab ich mit den Charakteren. Tris ist ja die Hauptperson, sie bekommt natürlich den meisten Raum und Shailene Woodley macht das wirklich gut. Four kommt auch noch ganz gut rüber, er hat sogar ein paar eigene Szenen. Da hat man sich doch mal an die Buchvorlage gehalten, in der Four eine Sichtweise bekommt. Aber ansonsten bin ich einfach mega enttäuscht von den Charakteren und das nicht, weil die Schauspieler nicht passen oder schlecht spielen oder so. Nein, es geht darum, dass ihnen kaum eine Rolle zukommt. Tris' Bruder Caleb, Christina, Evelyn, David...einfach alle anderen bleiben total blass. Sie tauchen auf, sagen ihre paar Sätze und das war's dann. Man hat das Gefühl, sie wären alle unwichtig. Im Buch zum Beispiel ist Uriah nicht gerade unwichtig und wenn ich jetzt Leute fragen würde, die nur die Filme kennen, sie würden mich schief anschauen und fragen: "Äh, wer ist das?" Der Einzige, der noch gut rauskommt, ist Peter. Ausgerechnet Peter, den ich in den Büchern so gar nicht ausstehen konnte! Im Film ist er eigentlich meine Lieblingsperson und ich hab mich jedes Mal riesig gefreut, wenn er mal wieder aufgetaucht ist und einen seiner Sprüche loslässt :p
Also, richtig begeistern konnte mich der dritte Teil von "Die Bestimmung" nicht. Den letzten Film werde ich mir ansehen, ich will ja wissen, wie es ausgeht (also im Film), aber die DVDs werde ich mir wohl nicht holen, das ist es mir ehrlich gesagt nicht wert.

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