Sonntag, 24. April 2016

Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner

Klappentext


Kati ist mit Felix glücklich, aber inzwischen hat sich der Alltag in ihr Liebesleben geschlichen - und damit der Zweifel: Ist es überhaupt eine gute Idee, mit Felix alt werden zu wollen? Als sie Mathias kennenlernt, wird Katis Leben plötzlich kompliziert. Und turbulent. Besonders, als sie einen Unfall hat und im Krankenhaus wieder zu sich kommt, exakt fünf Jahre zuvor. Dieses Mal möchte Kati alles richtig machen - und sich für den richtigen Mann entscheiden...

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Gut, rosa ist eindeutig nicht meine Lieblingsfarbe und das Buch ist ja fast nur rosa. Aber trotzdem irgendwie süß. Mit dem Esel vorne, der lockerlässig auf dem Gras herumkaut und dabei noch gut zum Buch passt. Denn Felix' Spitzname für Kati ist Eselchen, warum, kann man nachlesen :p
Im Buch selbst sind dann immer mal wieder Zitate dazugeschrieben, entweder am Kapitelanfang oder einfach mal am Rand. Immerf genau dort, wo es eben hinpasst. Am Kapitelanfang finde ich das ganz cool, aber mittendrin stört es manchmal ein bisschen, weil ich einerseits weiterlesen will, andererseits auch sehen will, welches Zitat die Autorin da rausgekramt hat.

Zum Buch
Am Anfang war ich erstmal ziemlich überrascht, denn über dem ersten Kapitel steht 'Felix'. Und über dem danach 'Mathias'. Ich dachte mir da: "Ha? Sollte nicht Kati die Hauptperson sein oder wird das so ein Ding mit verschiedenen Sichtweisen?" Es war dann aber doch so, dass der Großteil des Buches aus Katis Sicht geschrieben ist, was ich auch gut finde. Auch wenn mir die Kombination aus Ich-Perspektive und Schreiben in der Vergangenheit hier irgendwie nicht so ganz gefällt, wobei ich nicht sagen könnte, woran das liegt. Ich mag ja allgemein eher Bücher, die im Präsens geschrieben sind, da kann ich mich besser reinfühlen, aber es gibt ja auch Bücher, die in der Vergangenheit geschrieben sind und die ich mag. Aber na ja, ist nur eine eher kleinere Kritik. Ansonsten gefällt mir das Buch ganz gut. Es ist jetzt nicht superspannend oder actionreich und auch nicht die größte Lovestory, die sich auftreiben lässt, aber es ist ganz nett geschrieben und die Idee hat auch was. Eine Frau wird fünf Jahre in der Vergangenheit zurückgeschickt und überlegt, was sie anders machen will. Kati finde ich dabei supersympathisch, sie wirkt echt, mit ihren Macken und Schrammen. Und sie hat so einige Eigenheiten, die die Autorin in ihrem Schreibstil verewigt. Zum Beispiel, dass manches in GROßBUCHSTABEN geschrieben wird, wohinter sich jedoch auch eine - oder besser gesagt mehrere - Geschichte versteckt. Oder dass Kati so einen Tick hat, das kleine Wörtchen 'aber' zu vermeiden, auch sehr interessant. Dazu kommen dann noch einige witzige Ereignisse, Charaktere, die irgendwie einen Sprung in der Schüssel haben, und Kitsch und Klischee, die andauernd auf die Schippe genommen werden. Ich fand zwar, dass das Ende schon vorhersehbar war, aber es hat trotzdem Spaß gemacht, das Buch zu lesen und zu sehen, wie Kerstin Gier das alles enden lässt, wie es dazu kommt.

Mein Fazit


"Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" wird jetzt nicht eins meiner Lieblingsbücher, das nicht, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, es zu kaufen (ja, das kann auch ein wenig daran liegen, dass es reduziert war)! Die Charaktere sind ganz okay und die Geschichte ist zwar etwas klischeehaft, aber dafür werden die Klischees ordentlich auf die Schippe genommen, wenn blaue Augen mit Vorhängen verglichen werden^^Der Schreibstil ist witzig und schön locker, deswegen konnte ich das Buch, auch wenn es nicht unbedingt spannend ist, superschön lesen. Das Ende war für mich leider ein bisschen vorhersehbar, aber ansonsten ein ganz solides Buch, das von mir 2,5 von 5 Sternen bekommt :)

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