Donnerstag, 7. April 2016

Elfenliebe

Klappentext


Als Laurel den Sommer in Avalon verbringt, wo sie die Lebensweise der Elfen kennenlernen soll, rückt die Menschenwelt für sie in weite Ferne. Dabei konnte Laurel sich die Zeit ohne ihren Freund David erst gar nicht vorstellen! Aber jetzt, in der Elfenwelt, ist alles so neu, alles so wundersam - und da ist der attraktive, geheimnisvolle Frühlingself Tamani, der ihr zur Seite steht und der sie liebt, wie noch nie ein Mensch sie geliebt hat... Aber nach ihrer Rückkehr merkt Laurel, wie sehr ihr der Alltag in der Menschenwelt und vor allem David gefehlt haben. Sie spürt: Ihr Platz ist hier.
Und doch kann sie nicht anders. Heimlich schleicht sie sich in die Elfenwelt und verbringt einen intensiven Tag mit Tamani. Doch David ahnt etwas, und Laurel muss die bislang schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen.

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Das Buch ist rosa! Sagt das nicht schon alles? Das Cover sieht eigentlich fast so aus wie das vom ersten Band, selbe Person, wieder eine Blüte, nur diesmal eben in rosa. Wenigstens passt es so einfach perfekt zum Inhalt, denn wenn der eine Farbe hätte, wäre er eindeutig auch rosa!  Die Gestaltung passt gut zu Band 1, man erkennt die Reihe wieder, aber mir gefällt es einfach nicht. 

Zum Buch
Nein, meine Meinung hat sich nicht geändert. Ich mag die Bücher immer noch nicht, da hat auch der zweite Teil der Reihe, "Elfenliebe", nichts dran ändern können. Der Titel sagt ja auch schon alles...
Der Klappentext sagt ja auch schon sehr viel über den Inhalt aus. Es geht um Elfen und Liebe und natürlich stehen zwei Typen auf unsere wundervolle Laurel. Viel mehr passiert ja sowieso nicht, außer dass Laurel mal mit dem einen und dann wieder mal mit dem anderen rummacht. Ja, gut, es gibt da noch Orks, aber die sind anscheinend so unwichtig, dass sie im Klappentext nicht mal erwähnt werden müssten.
Na ja, komm ich doch erst zur Schreibweise der Autorin. Ich mag ihn nicht. Punkt, aus, basta. Warum? Aus denselben Gründen wie beim Band davor: es kommt keine Spannung auf, zu viele Beschreibungen, zu steife und unrealistische Unterhaltungen. Kurz gesagt, eigentlich interessiert es mich überhaupt nicht, was die Autorin mir gleich sagen will. Wie schon gesagt beschreibt Aprilynne Pike auch sehr viel. Ich meine, es ist mir ja klar, dass Avalon, wenn man es als Leser zum ersten Mal besucht, gut beschrieben werden muss, aber das war mir einfach zu viel. es kann ja sein, dass manche ihren Schreibstil als märchenhaft und schön bildlich empfinden, aber ich fand es teilweise einfach nur LANGWEILIG.
Was ich allerdings ganz nett fand, war Avalon an sich. Die Autorin hat sich da eine hübsche kleine Elfenwelt ausgedacht, und zwar nicht nur vom Aussehen des Ortes her, sondern auch von den Regeln, den Werten, dem Ordnungssystem. Ab und an erfährt man auch mal etwas über die Geschichte der Elfenwelt. Das fand ich doch ganz gut, auch wenn mir alles darum herum mir einfach zu übertrieben war.
Im Buch gab es auch ein paar Stellen, die ich unlogisch fand, bei denen ich dachte: Hey, so verhält sich doch kein Mensch. Pardon, kein Elf^^ Zum Einen, als Laurel nach Avalon geht. Sie soll dort fast ihre gesamten Sommerferien verbringen, acht Wochen, und was nimmt sie mit? Einen Rucksack. Einen Rucksack für alles, was sie in acht Wochen brauchen könnte! Jede normale Person, vor allem jedes Mädchen, würde dort mit mehreren Koffern aufkreuzen, weil man nie weiß, was man denn so gebrauchen könnte. Was packt Laurel denn für acht Wochen ein? Eine Hose, ein paar Oberteile und vielleicht noch Unterwäsche und das war's dann, oder was? Unlogisch! Und das andere, was mir total unrealistisch vorkommt: David wird wegen Laurel übel zusammengeschlagen und alles was sie macht, ist, mitfühlend das Gesicht zu verziehen? Äh, bitte? Wer schreibt so einen Quatsch?! Wer denkt, dass so irgendeine Art von Spannung aufkommen kann, dass so eine Beschreibung etwas beim Leser auslöst? Das ist so eine vollkommen neutrale Beschreibung, als würde ein Baum (haha^^) beschreiben, was er da sieht. Ohne Gefühle, einfach nur, okay, jetzt verzieht Laurel halt mitfühlend das Gesicht.
Mit Laurel bin ich ja sowieso nicht wirklich warm geworden. Gut, das ist untertrieben, ich kann sie nicht ausstehen! Ein Himmelbett ist ihr zu mädchenhaft, aber dann zieht sie ein pinkfarbenes Sommerkleidchen an? Und sie weiß alles besser, weil sie hat schon gesehen, wie jemand erschossen wurde, sie hat schonmal jemandem mit einer Pistole bedroht Ja, Laurel weiß dann natürlich alles besser! Und wie sie sich von der supernetten und allseits beliebten Schülerin und Freundin ist die taffe Heldin verwandelt, die gegen Orks bestehen kann - ja klar, liebe Miss Pike, wieso haben Sie nicht gleich Supergirl erschaffen? Doch am schlimmsten finde ich ihre Denkweise, wenn es um David und Tamani geht. Sie ist fest mit David zusammen und ja, gut, sie ist gleichzeitig auch ein bisschen in Tamani verschossen, sowas ist nicht unbedingt komisch. Aber dann geht sie andauernd und trifft sich wieder mit Tamani, hat dabei sogar ein schlechtes Gewissen. Sie macht dem armen Kerl Hoffnungen, dass aus ihrer Freundschaft mehr werden könnte, schaut ihm lange in die Augen, umarmt ihn fest und seeeehr lange, streicht ihm über den Arm und so weiter und so weiter...Sie wehrt sich auch nicht, wenn Tamani ihr noch näher kommt und sie vielleicht sogar küsst. Und dann ist sie wütend auf ihn, weil er zu weit gegangen ist? Das Mädchen weiß ganz genau, was er für sie empfindet, ermutigt ihn zu mehr und dann ist nur er Schuld? Sie ist doch nicht besser! Und dann noch der Gedanke von ihr: "Ich bin ja fast schon untreu." Nein, du blöde Kuh, du bist untreu!! Ich sollte mich nicht so über ein dummes Buch aufregen, aber bei so viel Dummheit und Naivität muss ich mich einfach aufregen...
Es gibt ja noch etwas, das mir überhaupt nicht gefällt an "Elfenliebe". Das Ende. Auf einmal wird alles so gewollt dramatisch, alles passiert auf einmal, erst die Konfrontation zwischen Tamani und David und dann auch noch die Orks und zwar alles an nur einem Abend. Einfach nur übertrieben, vor allem, wenn die Charaktere dann auch noch ihre kitschigen Klischee-Sprüche sagen müssen, ohne die das Buch anscheinend nicht leben kann. Nope, danke, ich verzichte.
So, zum Schluss will ich jetzt noch über die Charaktere im Buch sprechen. Nicht über Laurel, ich glaube, da ist es klar, dass ich sie nicht mag. Über die anderen. Von denen gibt es ja nicht wirklich viele, aber na ja...
Da ist zum Einen David, Laurels Freund. An sich ist er eigentlich ein einigermaßen sympathischer Charakter - wenn er nicht so überaus vernarrt in Laurel wäre. Mir kommt es so vor, als würde er nur für sie leben und alles für sie tun, egal, was sie verlangt. Übertrieben hoch zehn!
Dazu dann noch Tamani, mit dem ich dasselbe Problem habe. Andauernd versucht er Laurel davon zu überzeugen, wie toll er doch ist und was er alles kann. Ansonsten ist er natürlich suuuuper. *kotzwürg* Für mich kommt er einfach ein bisschen charakterlos rüber, bis auf seine unendliche Liebe zu Laurel scheint er nichts zu haben.
Dann Chelsea, Laurels beste Freundin. Sie soll es zumindest sein, aber sie kommt so selten vor, dass man nicht wirklich viel von ihr weiß, bis auf dass sie immer alles geraderaus sagt. Mir kommt sie vor wie ein hyperaktives Eichhörnchen.
Laurels Eltern kommen auch nicht gerade oft vor, was eigentlich schade ist, ich finde, sie sind ganz gelungen als Charaktere. Anders als andere Personen im Buch scheinen die beiden wenigstens Charakter zu haben!
Und zuletzt Shar, ein Freund von Tamani und Wächter am Tor. Von ihm hört man im Buch zwar vielleicht drei- oder viermal etwas, aber er schaut Laurel böse an, das macht ihn mir gleich sympathisch :p

Mein Fazit


Tja, wie schon gesagt hat sich meine Meinung nicht geändert, ich finde die Reihe weiterhin nicht empfehlenswert. Ja, vielleicht wenn man total auf Elfen steht und Klischees und Kitsch und dumme Charaktere und keine Spannung mag...ihr wisst, worauf ich hinauswill^^ Ich tu mir das nur an, um die Menschheit vor so einem Mist zu bewahren und um mich mal richtig über die Reihe auszulassen, wenn ich es noch nicht hätte und das Buch im Geschäft sehen würde, ich würde es nicht mal für 'nen Euro kaufen. Deswegen auch nur 1 von 5 Sternen.

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