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Tokyo Ghoul Band 2

Klappentext


Seit Ken die Organe einer Ghula transplantiert wurden, wird er selbst mehr und mehr zu einem Ghul. Zwar muss er jetzt keine Angst mehr haben, von einem dieser Monster gefressen zu werden, dafür steht er jetzt auf der Abschussliste der sogenannten Ermittler. Diese Ghul-Jäger machen mit Typen wie ihm keine langen Verhöre. Mit perfiden Tricks und Fallen nehmen die unersättlichen Fahnder die Spur auf.

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Auch der zweite Band der "Tokyo Ghoul"-Reihe von Sui Ishida sieht mega aus. Wie bei ersten ist das Cover nur mit ein paar Elementen gestaltet und zwar dem Titel, der Japankarte und einer Figur darauf. Diesmal ist das Toka Kirishima, die - das würde ich jedenfalls sagen - der zweitwichtigste Charakter des Mangas ist. Von den Farben her sieht es auch wieder toll aus, da hauptsächlich schwarz, weiß und rot verwendet wurden, aber mit dem Cover des ersten Bands kann dieses hier nicht ganz mithalten.
Nachdem ich mich beim Lesen des ersten Teils an den Zeichenstil von Sui Ishida gewöhnt habe, finde ich ihn richtig gut. Die Atmosphäre des Mangas kommt durch die manchmal krassen Bilder gut rüber. Vor allem, wenn die Ghoule kämpfen oder essen finde ich das toll dargstellt. Wenn ich zum Beispiel an Hinami denke...das sieht echt interessant aus, dieses kleine, süße Mädchen, das mit den roten (oder im Manga eher schwarzen) Augen echt gruselig aussieht. Also: Der Zeichenstil ist zwar größtenteils eher einfach (was nicht schlecht bedeutet), aber vor allem diese gegensätzlichen oder krassen Bilder werten ihn nochmal um einiges auf.

Zum Buch
Die Geschichte im ersten Teil war ja noch nicht ganz so spannend, muss ich zugeben. Interessant und mit cooler Idee dahinter, aber viel an Action gab es noch nicht. Da macht Band 2 einen guten Sprung nach vorne, denn es wird wirklich spannend. Ken hat ja inzwischen angefangen, im Café Antik zu arbeiten, wo er außerdem auch langsam in die Welt der Ghule eingeführt wird, und hier bekommt man ganz einfach viel mehr mit. Es werden neue Ghule eingeführt, man erfährt mehr über Ghule an sich und so langsam kommt auch noch eine weitere Komponente ins Spiel, die Ermittler, die Jagd auf Ghule machen. Dazu kommt, dass Kens Sichtweise auf die Dinge sich durch das alles verschiebt, er die Ghule nicht mehr beziehungsweise nicht mehr alle als absolut böse ansieht. Und das alles mitzuverfolgen ist unglaublich spannend, der Zwiespalt, dem Ken sich gegenüber sieht, ist einfach toll dargestellt.
Das gleiche gilt für die Charaktere. Im ersten Band waren die schon ganz interessant, aber da vor allem Ken im Fokus stand, hat man die anderen einfach nicht so richtig kennenlernen können, was hier anders ist. Ken ist natürlich immer noch der Protagonist der Geschichte und wie schon gesagt finde ich die Entwicklung, die er durchmacht, einfach super. Dass er seine Werte überdenken muss, macht ihn nochmal sympathischer. Wer in "Tokyo Ghoul" Band 2 ansonsten am meisten an Tiefe gewinnt, ist Toka. Ganz durchschauen konnte ich ihren Charakter noch nicht, aber ich finde sie trotzdem toll mit ihrer oft so harten Art, hinter der sich ein weicher Kern versteckt. Vor allem auch cool, dass in diesem Manga mal das Mädchen die Starke ist. Und die anderen Ghule sind ebenfalls interessant kennenzulernen, besonders Ryoko und ihre Tochter Hinami. Dazu dann noch die Ermittler Amon, der in seinen Grundfesten davon überzeugt ist, die Ghule seien alle Abschaum, und Mado, der ganz einfach verrückt erscheint. Dadurch, dass auch immer mal zu ihnen geschwenkt wird, lernt man die beiden und auch weitere Ermittler kennen und ich freue mich schon darauf, noch mehr über sie zu erfahren 😄

Mein Fazit


Der Manga hat sich gegenüber dem ersten Band auf jeden Fall gesteigert: Mehr Spannung, mehr Konflikte, mehr Charaktere, die man näher kennenlernt. Ich hatte den Teil wieder ruckzuck durchgelesen. Ganz und gar reißt er mich zwar noch nicht mit, aber ich fand es trotzdem toll, die Geschichte um Ken und die Ghule in Tokyo weiterzuverfolgen, deswegen gibt es von mir 4,5 von 5 Sternen.

Kommentare

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