Dienstag, 17. Januar 2017

Unfriend


"Unfriend" wollte ich schon sehen, seit ich von dem Film gehört habe, aber ins Kino gehen, um einen Horrorfilm zu sehen mache ich irgendwie nicht, da würde ich nur vor allen anderen wie ein Angsthase unter meiner mitgebrachten Decke kauern^^
So habe ich mir den Film alleine angesehen und auf meinem Sofa unter der Decke gekauert. Nicht gerade mein bester Einfall, denn ich als erwiesener Angsthase (der es aus wahrscheinlich masochistischen Gründen trotzdem nicht lassen kann, sich Horrorfilme anzuschauen) lag danach noch eine Weile mit Bildern aus dem Film vor mir wach. Trotzdem hat mir der Film richtig gut gefallen!
"Unfriend" handelt von Laura, einer beliebten Studentin, die einen Großteil ihrer Freizeit in sozialen Netzwerken, vor allem Facebook, verbringt und alles mögliche dort teilt. Als sie die Freundschaftsanfrage von Marina annimmt, einem seltsamen Mädchen aus ihrem Kurs, hat das schlimme Konsequenzen. Denn erst wird sie von ihr gestalkt und dann in die Einsamkeit getrieben - und zwar dadurch, dass ihre Freunde einer nach dem anderen sterben.
Woah! Ich weiß gar nicht so richtig, was ich sagen soll, außer, dass der Film unglaublich gut gemacht ist. Das fängt schon bei den Schauspielern an, die die Gefühle der Charaktere wirklich gut rüberbringen. Der Cast ist zwar weitestgehend unbekannt (ich kannte nur zwei schon vorher), aber das macht es fast noch interessanter. Ich fand dabei auch die Entwicklung de Charaktere richtig interessant, weil es einfach so realistisch war. Zwar teilweise echt abgedreht, aber doch realistisch.
Die Story ist echt gut, passt perfekt in die heutige Zeit. Ich hab wirklich noch nie einen Horrorfilm gesehen, der so modern und trotzdem noch so glaubwürdig war. Die meisten Filme aus dem Genre handeln nunmal von irgendwelchen Geistern, die in alten Gebäuden vor sich hin spuken und alle in Angst und Schrecken versetzen. Hier hat es stattdessen mit Facebook, Twitter und Co. zu tun, mit elektronischen Geräten im Allgemeinen und ich glaube, ich werde Freundschaftsanfragen auf Facebook ab heute mit anderen Augen sehen 🙈
Das, was ich an dem Film jedoch am besten fand, ist seine Machart. Er spielt nicht nur in der Gegenwart, sondern man merkt es ihm auch an. Alles wirkt einfach wie auf dem neuesten Stand und wie die Facebook-Freunde von Laura immer wieder eingeblendet wurden, war einfach richtig gut gemacht. Auch die Atmosphäre hat einfach gepasst. Schon allein Marinas Facebook-Profil an sich war sooo gruselig mit diesen seltsamen Videos und irgendwann konnte ich mir das kaum mehr ansehen. Überhaupt wenn jemand auf einen Display gestarrt hat, wurde das zur reinsten Folter für mich, denn man weiß ja, jeden Moment kann dich etwas anspringen... Es gab also auf jeden Fall diese "Geh nicht dort hin"- beziehungsweise "Mach das nicht"-Momente, die richtig spannend waren, und die Schock-Momente, die meiner Meinung nach bei einem Horror-Film nicht fehlen dürfen. "Unfriend" hat bei mir auf jeden Fall einen Nerv getroffen mit seinen ekelhaften, psychopatischen und gruseligen Momenten und vor allem auch mit der Hintergrundstory. Nachdem ich den Film gesehen hab, konnte ich meinen Laptop auch keine Sekunde länger an lassen, weswegen ich den Post erst jetzt, am Tag darauf, schreiben kann.
Na ja... Ich kann den Film auf jeden Fall jedem empfehlen, der Horror mag und vor allem mal etwas sehen möchte, das mehr mit der heutigen Zeit zusammenhängt.

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