Sonntag, 1. April 2018

Mein Lesemonat März


Marthas Widerstand
Lesetechnisch bin ich richtig gut in den März gestartet. Endlich bin ich dazu gekommen, "Marthas Widerstand" zu lesen, ein Buch, auf das ich mich schon gefreut hatte, das trotzdem eine Weile bei mir auf dem Stapel ungelesener Bücher lag.
Das Warten hat sich jedoch auf alle Fälle gelohnt, denn die Dystopie hat mich richtiggehend gepackt! Es waren nicht nur der Schreibstil, der flüssig zu lesen war und ein umfassendes Bild der Geschichte gegeben hat, und die Charaktere, die mich überzeugt haben. Nein, viel wichtiger war hier die Idee hinter der Geschichte, dieses Rechtssystem, das Gleichberechtigung vorgaukelt, jedoch in Wahrheit alles andere als fair ist. Der Roman hat mich teilweise ungläubig hinterlassen und wütend gemacht, einen besseren Anfang in den Lesemonat kann ich mir nicht vorstellen.

Tage mit Leuchtkäfern

Das zweite Buch hatte es da schwer, mitzuhalten, und konnte mich auch wirklich nicht so recht überzeugen. Irgendwie hatte ich mir von dem Jugendroman aber auch etwas anderes vorgestellt als die Geschichte, die ich letztendlich gelesen habe. "Tage mit Leuchtkäfern" ist nicht schlecht, aber mehr als ein "okay" kann ich leider nicht vergeben. Einfach weil ich finde, dass die Autorin die Geschichte und die Charaktere zu wenig ausgearbeitet hat, als dass ich viel mitfiebern hätte können. Stattdessen fühlte ich...nichts, wo eigentlich eine Hülle und Fülle an Emotionen hätte kommen sollen.

Idaho

Als nächstes hatte ich mir "Idaho" vorgenommen, mal etwas Literarischeres. Der Roman hatte mich durch seinen eher schwammigen Klappentext neugierig gemacht und den Anfang mochte ich auch wirklich. Die Idee des Buches war gut und schön, der Schreibstil ebenso und die Charaktere waren toll ausgearbeitet. Jedoch hat das Ende das meiner Meinung nach ziemlich kaputt gemacht, da es nicht wie gedacht die losen Enden zusammenführt, sondern stattdessen einige, wenn nicht sogar alle Fragen offen stehen lässt. Und das war dann doch sehr unbefriedigend...

Young Elites – Das Bündnis der Rosen

Buch Nummer 4 war die düstere Fortsetzung der "Young Elites"-Reihe von Marie Lu, die mir zwar echt gut gefallen hat, die meiner Meinung nach jedoch nicht gaaanz an die Spannung des ersten Bandes heranreichen konnte. Irgendwie konnte mich dieser Mittelteil nicht so recht fesseln. Allerdings kann ich trotzdem kaum etwas Schlechtes über den Fantasyroman sagen. Besonders interessant fand ich, wie viel finsterer und brutaler das Buch im Vergleich zu seinem schon nicht besonders zimperlichen Vorgänger war. Und dass man quasi den Werdegang eines Bösewichts verfolgen konnte. Das ist ja auch nichts, was man von jedem Buch behaupten kann.

Letztendlich sind wir dem Universum egal

So wie der Monat stark begann, endete er auch – mit einem Highlight, das mir bestimmt noch länger im Gedächtnis bleiben wird. Denn "Letztendlich sind wir dem Universum egal" ist nicht so in der Hinsicht ein gutes Buch, dass es sich toll lesen lässt und schön und spannend ist. Der Jugendroman regt noch dazu zum Nachdenken an, hat ein paar tolle Punkte, was man vor allem an der unglaublichen Hauptperson A merkt, die offen und vorurteilsfrei ist. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen und hatte es dementsprechend sehr schnell gelesen und versuche gerade, es allen möglichen Leuten anzudrehen, damit das Buch weiter gelesen wird 😄


Fazit

Der März war wieder ein ziemlich durchschnittlicher Monat. Wie irgendwie schon seit einiger Zeit habe ich fünf Bücher mit insgesamt 1805 Seiten gelesen. Die Genres waren zwar schon ganz gut gemischt – es war Liebe dabei und Fantasy, eine Dystopie und auch etwas literarisch anspruchsvolles –, jedoch waren bis auf eines alle Bücher Jugendromane. Was ja an sich nicht schlimm ist, aber so im Nachhinein betrachtet denke ich mir, ich hätte ja mal einen Thriller reinschieben sollen. Wenn ich denn Lust darauf gehabt hätte.
Die Bücher an sich waren aber wieder ziemlich gut, da kann ich mich echt nicht beschweren. Richtig schlecht war kein Buch, wobei ich, wenn ich einen Flop nennen müsste, "Tage mit Leuchtkäfern" wählen würde. Das Buch war mir einfach zu unausgearbeitet, da hat mir zu viel gefehlt. Highlights hingegen hatte ich sogar zwei, "Marthas Widerstand" und "Letztendlich sind wir dem Universum egal". Beides unheimlich tolle Bücher, die zum Nachdenken angeregt haben und die ich nur weiterempfehlen kann!

Für den April habe ich mir noch nicht so wirklich einen Plan zurechtgelegt, was ich lesen möchte. Mein momentanes Buch ist "Mein Herz in zwei Welten", die Fortsetzung der Reihe um Louisa Clark von Jojo Moyes, aber danach? Ich habe noch keine Ahnung. Vielleicht werde ich mir mal wieder etwas aus dem Genre Fantasy vornehmen, darauf hätte ich ganz gut Lust. Oder doch mal einen Thriller? 

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