Samstag, 1. Juli 2017

Mein Lesemonat Juni



Winterseele - Kissed by Fear

Der Jugendroman von Kelsey Sutton kommt mit einer tollen Idee daher. Gefühle und Elemente, die eine menschliche Gestalt haben und eine Protagonistin, die diese sehen kann, aber keine Gefühle verspürt, das hat mich gleich nach Lesen des Klappentextes fasziniert. Aber leider war das Buch in der Umsetzung dann nicht ganz so gelungen. Es war interessant zu lesen und besonders dass der Schreibstil diese Gefühlslosigkeit von Elizabeth, der Protagonistin, widergespiegelt hat, hat mir richtig gut gefallen. Doch die Handlung hat sich an vielen Stellen gezogen und die Geschichte birgt dann doch das ein oder andere Klischee, das man schon aus tausend anderen Jugendbüchern kennt. Außerdem waren bis auf die Protagonistin fast alle Charaktere eher blass dargestellt, was ich schade finde, denn auch hier wäre das Potenzial größer gewesen. 

Das Leben fällt, wohin es will

Wie lange habe ich auf den neuen Roman von Petra Hülsmann gewartet? Na, ich kann jedenfalls sagen, dass sich das Warten hier gelohnt hat, denn "Das Leben fällt, wohin es will" ist ein wirklich toller Roman über Freiheit, Familie und Liebe. Die Autorin hat es mit ihrem schön zu lesenden Schreibstil und die tollen Charaktere mal wieder geschafft, mich zu begeistern. Und das Buch ist nicht nur eine witzige, seichte Sommerlektüre, sondern wirkt auch nachdenklicher, ernster als die Vorgänger-Bücher von Petra Hülsmann. 

Tokyo Ghoul Band 1

Mit "Tokyo Ghoul" habe ich hier auf meinem Blog zum ersten Mal einen Manga vorgestellt. Und er hat gar nicht mal so schlecht abgeschnitten. Die Geschichte um den Oberschüler Ken, der nach einem Unfall als Ghoul aufwacht, ist interessant  und auch wenn der Zeichenstil gewöhnungsbedürftig ist, passt er gut zur Story. Ken war mir von Anfang an sympathisch, weil er nicht der typische Held ist, wie man ihn kennt. Nur braucht die Geschichte ein bisschen, um sich zu entfalten. Im ersten Band ist zwar schon Spannung da, aber noch nicht so viel und genauso ist die Persönlichkeit vieler Nebenfiguren noch nicht ganz ausgearbeitet. Ein guter Auftakt ist der erste Band aber trotzdem 😊

Toky Ghoul Band 2

Der zweite Band der "Toky Ghoul"-Reihe ist da um ein ganzes Stück besser. Nachdem das ganze "Was ist eigentlich passiert" abgeschlossen ist, kommt noch eine weitere Partei außer den Menschen und den Ghoulen hinzu, was zu mehr Konflikten und logischerweise mehr Spannung führt. Charaktere, von denen man in Band 1 noch nicht so viel erfahren hat, bekommen hier mehr Farbe. Das Schwarz-Weiß-Denken á la "Ghoule sind böse, Menschen sind gut bekommt erste Risse. Kurz gesagt, der Manga baut immer mehr Spannung auf und macht Lust auf die nachfolgenden Teile.

Das Seehaus

Eine ganze Weile lag dieser Roman bei mir herum, bevor ich mich dazu "überwinden" konnte, ihn zu lesen. Im Nachhinein bin ich immer noch begeistert von diesem Familiendrama, das sich über Jahrzehnte hinwegzieht. Sehr oft wurde hier die Sichtweise des Lesers manipuliert, indem die verschiedenen Erzähler im Buch ihre Perspektive schildern. Dadurch wurde die Handlung so richtig spannend. Auch die Charaktere haben es mir angetan, da die mir durchweg sympathisch waren. Keiner von ihnen war perfekt, aber genau diese Fehler haben sie authentisch wirken lassen. Ganz überzeugt bin ich jedoch nicht von dem Buch, denn zum Einen war mir der Schreibstil der Autorin manchmal zu beschreibend und außerdem habe ich eine Weile gebraucht, um richtig in die Geschichte einzusteigen. Ansonsten hat man es hier jedoch mit einem klug ausgearbeiteten Roman zu tun.

Der kleine Laden der einsamen Herzen

Ich hatte eigentlich Hoffnung für diesen Liebesroman. Gut, keine allzu großen Hoffnungen, aber ich dachte, er würde mich wenigstens kurzweilig unterhalten. Leider hat "Der kleine Laden der einsamen Herzen" es eher geschafft, mich zu nerven.
In der Theorie hörte sie die Geschichte ja ganz gut an: Posy erbt nach dem Tod der vorigen Besitzerin deren Buchladen und entschließt sich, ihn umzugestalten, sodass dort am Ende nur noch Bücher mit Happy End verkauft werden. Der Enkel der ehemaligen Besitzerin, Sebastian, macht ihr das jedoch schier unmöglich. Ich hatte wirklich gedacht, einen netten, seichten Roman gefunden zu haben. Die Idee finde ich ja auch ganz süß und die Thematik mit der Umgestaltung des Ladens interessant. Nur leide den Rest nicht so. Denn während mir die beiden Protagonisten Posy und Sebastian einfach nur unsympathisch waren, sprang mich bei den Nebencharakteren das Klischee an. Die Story ist selbst für einen Liebesroman wirklich vorhersehbar. Und der Schreibstil von Annie Darling hat mich leider kein einziges Mal zum Lachen gebracht. Für mich war das Buc also eine ziemliche Enttäuschung.

Romeo und Julia

Gestern bin ich noch mit "Romeo und Julia", einem der größten Klassiker überhaupt, fertig geworden. Wie lange das Drama schon bei mir herumliegt will ich gar nicht wissen, aber ich hab es mir irgendwann mal gekauft, weil ich unbedingt ein Werk von Shakespeare lesen wollte. Das ist hiermit erledigt 😄
Ich bin jedoch noch ein wenig zwiegespalten wegen des Buches. Denn die Geschichte hat mich zwar in ihren Bann gezogen und Shakespeare benutzt wirklich eine tolle Sprache, mit vielen Anspielungen und auch Humor, aber meins war es dann doch nicht so ganz. Vielleicht, weil in Dramen alles immer so hochgestochen klingt. Aber ich bin trotzdem froh, es gelesen zu haben. 


Fazit

Von Fantasy-Jugendbuch über leichter Liebesroman, Familiendrama, horrormäßigen Manga bis hin zum absoluten Klassiker war bei mir im Juni alles dabei. Mit den 7 Büchern habe ich es letzten Monat geschafft, insgesamt 2358 Seiten zu lesen. Nicht ganz so viel wie die letzten Monate, aber trotzdem mehr, als ich gedacht hatte, was wahrscheinlich an den Mangas liegt, die sich doch nochmal um einiges schneller lesen lassen als "richtige" Bücher. Alle diese Bücher waren für mich außerdem auch neu, zum Lesen schon einmal gelesener Bücher bin ich auch diesen Monat ganz einfach nicht gekommen.
Der Juni war ein eher durchwachsener Monat. Ich hatte zwar ein paar richtig gute Bücher dabei, dafür aber auch welche, die eher so lala waren oder gar Enttäuschungen. Mein Highlight war auf jeden Fall "Das Leben fällt, wohin es will" und der "Preis" der größten Enttäuschung geht ganz klar an "Der kleine Laden der einsamen Herzen".

Für den Juli habe ich auch wieder einiges zu lesen vor mir. Im Moment bin ich mitten in der Leserunde zu "Die Tochter des Seidenhändlers", außerdem lese ich gerade auch "Stadt der Intrigen". Dann muss ich noch ein Wanderbuch lesen, "Das Mädchen im Dunkeln" und mal sehen, was sonst noch auf mich zukommt. Vielleicht hole kaufe ich mir ja das ein oder andere Buch, diesen Monat kommen drei Bücher raus, die mich interessieren, "Liebe findet uns", der zweite Teil von "Demon Road" und "PS: Ich mag dich". Ansonsten geht mir aber sicherlich auch nicht der Lesestoff aus 😉

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